Nix mit Winter

Noch fünf Wochen Frühling in München

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In München bleibt es mild.

München - Die milden Temperaturen in und um München bleiben: Das Frühlingswetter wird vermutlich noch wochenlang so weiter gehen. Genauer gesagt: bis Ende Januar. Also: Noch fünf Wochen Frühling!

In München macht der Winter, was er will. Wobei: Von Winter kann ja eigentlich eh keine Rede sein. Sandburg statt Schneemann – dieses Jahr gab’s heiße statt weiße Weihnachten. Und das Frühlingswetter wird vermutlich noch wochenlang so weiter gehen. Genauer gesagt: bis Ende Januar. Also: Noch fünf Wochen Frühling!

„Es bleibt im Januar wechselhaft und eher mild“, sagt Marco Manitta vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in München.

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Schlittenfahren und Winterspaziergang? Von wegen Winter! In der Innenstadt stellten Cafébetreiber an Weihnachten ihre Tische raus – vereinzelt trugen Sonnenanbeter sogar T-Shirts. 20,7 Grad wurden am Heiligen Abend an der Stadtklima­station in der Theresienstraße gemessen – die Messstation gehört aber zur Ludwigs-Maximilians-Universität und nicht zum Deutschen Wetterdienst, deshalb gilt der Wert nicht offiziell. Die höchste amtliche Temperatur wurde am Montag mit 18,9 Grad in Freiburg gemessen – schon das ist deutscher Rekord.

Einen Höchstmarke in München gab’s dann aber doch noch – und zwar am ersten Weihnachtsfeiertag: Mit 16,3 Grad wurde – diesmal ganz offiziell – die höchste Temperatur an einem 25. Dezember in München seit Beginn der TMessungen registriert.

„Zu verdanken haben wir die Wärme der Kanaren-Düse: Von den Kanarischen Inseln blies ein milder Südwestwind über Nordafrika, Spanien bis über die Alpen nach München“, sagt Dominik Jung von wetter.net.

Verkehrte Welt auch am Chiemsee: Statt Eislaufen war heuer bei 18 Grad Badezeit angesagt. Von Winter keine Spur. Und Schnee fällt nur in Höhenlagen…

München genießt frühlingshaften 1. Weihnachtsfeiertag

München genießt frühlingshaften 1. Weihnachtsfeiertag

Wie geht’s weiter mit dem Wetter? „Es bleibt wechselhaft und relativ mild“, sagt Meteorolge Manitta vom DWD. Seine Prognose: Bis zum Jahreswechsel bleibt es bis zu zehn Grad warm mit Wolken, vereinzelt regnet es. Zu Silvester gibt’s in Südbayern auch Sonne. Auch im Januar gibt’s keinen knackigen Frost, dafür aber gern mal Regen.

„Vorerst ist kein Winter in Sicht im Flachland“, sagt Manitta. Die Schneefallgrenze liegt aktuell bei 1000 Metern, an Silvester zwischen 600 und 800. Um den dritten Januar kann’s eine Minbi-Kälte-Periode geben, vielleicht ein bissl Bodenfrost. „Aber der Winter kommt frühestens Ende Januar oder Anfang Februar zurück“, sagt Dominik Jung.

Andreas Thieme

… und in Russland ist’s eiskalt

Eisbrocken im Rauschebart und Frostbeulen im Gesicht: Nur dicke Pelzmäntel konnten die Menschen in Russland zu Weihnachten vor der elendigen Kälte bewahren. Bis zu minus 60 Grad waren es in Sibirien, mehr als minus 30 Grad in Moskau – bereits 128 Todesopfer forderte der härteste Dezember-Frost seit 50 Jahren, darunter waren auch Kinder. Insgesamt rund 1800 Russen erlitten durch die Kältepeitsche und die hohen Minustemperaturen gesundheitliche Schäden, mehr als 900 Kälteopfer mussten sogar im Krankenhaus versorgt werden.

Schneehölle Russland. „Die Kälte-Hochs dort oben sind sehr stabil. Die kalte Luft sammelt sich und die Schneedecke bleibt geschlossen“, erklärt Marco Manitta vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in München.

Immerhin: Zu Neujahr soll es etwas milder werden. In Moskau erwartet der Meteorologe ein Hoch, das wärmere Luft bringt. Im Osten müssen die Russen aber weiter bibbern: Die extreme Kälte sinkt zwar – aber nur von minus 60 auf minus 46 Grad. Brrrrr!

thi

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