Hintergrund noch unklar

„Verständigungsschwierigkeiten“ bei Notruf: Polizei rückt aus - und stößt auf lebensgefährlich verletzten Mann

Polizeiabsperrung an einem Tatort
+
In München hat die Polizei einen lebensgefährlich verletzten Mann gefunden (Symbolbild)

Mit lebensgefährlichen Verletzungen wurde ein Mann in München in ein Krankenhaus eingeliefert. Offenbar hatte der Täter die Polizei gerufen.

München - Am Montag (14. Dezember), gegen 20.40 Uhr, rief ein 39-jähriger Bulgare ohne festen Wohnsitz in Deutschland beim Notruf der Polizei an. Er „teilte in schwer verständlichem Deutsch sinngemäß mit, dass es im Bereich der Sonthofener Straße (Maxhof) zu einer Auseinandersetzung gekommen sei“, wie es in einem Pressebericht der Polizei heißt.

München: Verständigungsschwierigkeiten bei Notruf - Polizei findet schwer verletzten Mann

Aufgrund der erheblichen Verständigungsschwierigkeiten mussten die über zehn zum Einsatzort entsandten Streifen der Münchner Polizei* die genaue Adresse zunächst suchen. Dort wurde letztendlich in einem Mehrparteienhaus ein 43-jähriger Bulgare mit einer lebensgefährlichen Stichverletzung gefunden - in der Nähe des Anrufers.

Letzterer wurde durch die Beamten als Täter identifiziert und vorläufig festgenommen. Die vermutliche Tatwaffe konnte sichergestellt werden. Der schwer verletzte Mann wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo er einer Notoperation unterzogen werden musste. Inzwischen befindet er sich nicht mehr in Lebensgefahr, konnte aber bislang noch nicht vernommen werden.

Mit Messer attackiert: Mann in München lebensgefährlich verletzt

Der Hintergrund der Tat bedarf weiterer Ermittlungen. Die ersten Untersuchungen wurden vom Kommissariat 11 (Tötungsdelikte) aufgenommen. Aufgrund des getätigten Notrufes des 39-Jährigen wird inzwischen nicht mehr wegen eines versuchten Tötungsdeliktes, sondern wegen einer gefährlichen Körperverletzung ermittelt, die vom Kommissariat 26 übernommen wurde. 

Durch die Staatsanwaltschaft München* I wurde ein Haftbefehlsantrag gestellt. Dieser wurde vom Ermittlungsrichter bestätigt. (lks) *tz.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks. 

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion