Forscher geben Vorschläge ab

Wild-Bieseln war gestern - Kommen im Münchner Nußbaumpark bald Pinkel-Beete?

Pinkelbeet in Paris
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Die Pinkel-Beete (franz.: Uritrottoir) sind in Paris bereits fester Bestandteil. Vielleicht gibt es sie auch bald im Nußbaumpark in München.

In Münchner Nußbaumpark könnten schon bald sogenannte Pinkel-Beete das Problem der Wild-Bieslerei lösen. Diesen Vorschlag machten jetzt einige Forscher.

München - Öffentliches Urinieren kann teuer werden: Es gilt als Ordnungswidrigkeit und wird mit 35 bis zu 5000 Euro geahndet. Die einzige Voraussetzung ist klar - wenn man erwischt wird. Eine mögliche Lösung gegen das Wild-Bieseln in der Öffentlichkeit könnten jetzt sogenannte Pinkel-Beete sein. Diese Maßnahme schlagen die Verantwortlichen des Projektes Sicherheit im Bahnhofsviertel (kurz: SiBa) vor.

Diese Lösung stammt aus einem Werkzeugkasten aus vielen verschiedenen Vorschlägen, wie Bahnhöfe und deren Umfelder sicherer gemacht werden können. Dafür haben die Forscher von 2017 bis 2020 die betroffenen Gebiete in den Partnerstädten München, Leipzig und Düsseldorf untersucht und so die Maßnahmen herausgearbeitet.

Pinkel-Beete gegen Wild-Bieseln im Nußbaumpark: Kostengünstige Alternative

Für München konkret gibt es neben einem Konzept für die Schillerstraße auch den Vorschlag im Nußbaumpark mit Pinkel-Beeten gegen Wild-Bieseln vorzugehen. Diese Beete sind über Rohre mit einer Pflanzenkläranlage verbunden und mit einem Sichtschutz ausgestattet. Sie sind zudem geruchslos und kommen ohne Wasser- und Abwasseranschluss aus. Dabei könnten sie als kostengünstige Alternative vor allem auch bei Großveranstaltungen eingesetzt werden. In Paris etwa erfreuen sich die Uritrottoirs , wie sie dort heißen, (abgeleitet von Gehweg) bereits großer Beliebtheit.

Als weitere Variante im beengten öffentlichen Raum schlagen die Forscher Komposttoiletten vor, die kompostierbare Materialien enthalten und so den Urin geruchsneutral binden. (ly)

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