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Nach tz-Bericht: Rathaus reagiert

Aus für das Münchner Schulfrühstück: OB Reiter reagiert auf Facebook

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OB Reiter postete eine Reaktion auf Facebook.

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter will höchstpersönlich dafür sorgen, dass das Schulfrühstück in den städtischen Schulen nicht abgeschafft wird.

München - Die Reaktion kam prompt: „Das lasse ich nicht zu“, postete Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) am Mittwochmorgen auf Facebook als Reaktion auf den tz-Bericht über das Aus für Münchens Schulfrühstücke.

Er habe bereits am Dienstagabend Bildungsreferentin Beatrix Zurek (SPD) beauftragt, dafür zu sorgen, dass das Frühstück für die Kinder weiter ausgegeben werden könne.

Einige Schulen haben das Frühstück schon eingestellt

Wie berichtet, gibt es seit Oktober 2018 eine neue Regelung des Referats für Bildung und Sport (RBS), die nicht-städtischen Mitarbeitern untersagt, die Schulküchen und -mensen aller 351 öffentlichen Schulen in der Stadt zu nutzen. Das sei aus haftungsrechtlichen Gründen und wegen möglicher Hygieneprobleme notwendig, argumentierte das RBS. Das trifft vor allem Ehrenamtliche verschiedener Initiativen, die bedürftigen Kindern seit Jahren ein Schulfrühstück servieren. 

Dieter Reiter.

Immer mehr Kinder kamen ohne etwas im Bauch zum Unterricht, weil ihren Eltern das Geld oder die Einsicht dafür fehlten, dass es sich nur satt gut lernen lässt. Erste Schulen hatten ihr Frühstück mit dem Hinweis auf die Neuregelung bereits eingestellt, so etwa die Grundschule an der Plinganserstraße, wo der Verein „Sonnenstern“ das Projekt betreute.

„Rasche Lösung“

Es sei „unglaublich, was sich Büro-Menschen und Beamte ausdenken“, so die Reaktion von Ingrid Schulz, die an einer von 37 Münchner Schulen für Uschi Glas’ Verein „BrotZeit“ Frühstück serviert. „Wir geben den Kindern nicht nur Essen, damit sie am Unterricht konzentriert teilnehmen können“, betonte sie. „Wir hören zu, welche Sorgen die Kleinen haben, und reden mit ihnen.“

Bildungsreferentin Beatrix Zurek lenkte am Mittwoch ein. In einer Mitteilung kündigte sie eine „unkomplizierte und rasche Lösung“ an. Die Ehrenamtlichen sollen kostenlose Vor-Ort-Schulungen erhalten, die die schon verpflichtenden Hygieneschulungen ergänzen. Zudem will das RBS gratis Arbeitskleidung stellen. Und: Es bestehe „die Möglichkeit einer kostenfreien Haftpflichtversicherung für Ehrenamtliche“, erklärte Zurek. Die rechtlichen Details würden gerade geprüft.

Caroline Wörmann

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