Weitere Projekte in Planung?

Großprojekt beschlossen: Sieben neue Linien - München baut Nahverkehrsnetz massiv aus

München: Der Stadtrat hat beschlossen das Tram-Netz merklich auszubauen.
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München: Der Stadtrat hat beschlossen das Tram-Netz merklich auszubauen.

Das Nahverkehrsnetz in München soll wachsen. Sieben neue Tram-Trassen kommen. Die Grünen wollen außerdem U-Bahn und Busse stärken.

München - Der Stadtrat München* hat einen weiteren Ausbau des Nahverkehrs beschlossen. Im Fokus stehen dabei sieben neue Tramtrassen und eine Verlängerung der U4 von der bisherigen Endstation Arabellapark ins Entwicklungsgebiet Nordost. Die acht Strecken sollen mit hoher Priorität realisiert werden. Die grün-rote Rathausmehrheit machte während der jüngsten Vollversammlung deutlich, dass ihr vor allem an einem Ausbau des Tramnetzes gelegen ist. Unverändert genießen aber auch die zentrale U-Bahn-Linie U9 sowie die geplante U5 nach Freiham eine hohe Priorität.

Nahverkehrsoffensive in München: Tram-Netz wächst gewaltig

Bestandteil der Nahverkehrsoffensive sind eine neue Tram Y-Nord von der Hochschule München bis Am Hart/Lerchenauer Feld, eine Linie von Ramersdorf nach Neuperlach, eine Tram-Südtangente (Waldfriedhof – Harras – Tegernseer Landstraße – Ostbahnhof), eine Linie entlang der Wasserburger Landstraße in Richtung Haar, eine Tram Solln (Aidenbachstraße – Parkstadt Solln) sowie eine Tram von der Amalienburgstraße nach Freiham. Ferner ist eine Tramanbindung in den Münchner Nordosten nach Daglfing ausgehend vom S-Bahnhof* Berg am Laim geplant.

München: Neue Tram-Trassen bis 2035 geplant - Grüne fordern noch mehr

Grüne und SPD wollen die sieben Trassen der Tram möglichst bis zum Jahr 2035 verwirklicht sehen. Als sinnvolle Ergänzungen wurden zudem die Tramabschnitte Am Hart – Bayernkaserne, Leopoldstraße zwischen Franz-Joseph-Straße und Münchner Freiheit sowie Cosimastraße – Johanneskirchen in den bestehenden Nahverkehrsplan aufgenommen.

Laut Mobilitätsreferent Georg Dunkel (parteilos) sollen vertiefte Machbarkeitsstudien zeigen, wie die einzelnen Verbesserungen in der Praxis umgesetzt werden können. Bürgermeisterin Katrin Habenschaden (Grüne) betonte in der Vollversammlung, die Verkehrswende sei nur dann zu schaffen, wenn es der Stadt gelinge, den ÖPNV tatsächlich attraktiver und zugleich günstiger zu machen. Neben neuen Tram- und U-Bahnlinien* sei auch der Ausbau der Bus-Flotte wichtig. Aktuell verfügen die Stadtwerke über 660 Fahrzeuge. Bis zum Jahr 2030 soll der Bestand auf mehr als 1000 Busse erhöht werden. (Klaus Vick) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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