Olympia-Busbahnhof verkommt zur Ruine

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Ein trauriger Anblick: der verfallende Busbahnhof von 1972 am Olympiazentrum

München - Der 2007 stillgelegte Busbahnhof am U-Bahnausgang Olympiazentrum wird mit Stahlstangen abgestützt, Verkleidungen blättern von den Dächern, Absperrgitter versperren den Weg - ein trauriges Bild. Wie geht es jetzt weiter?

Es ist ein trauriges Bild, das sich den Besuchern der BMW-Welt und des Olympiaparks sowie Anwohnern und BMW-Beschäftigten am Olympiapark bietet: Der 2007 stillgelegte Busbahnhof am U-Bahnausgang wird mit Stahlstangen abgestützt, Verkleidungen blättern von den Dächern, Absperrgitter versperren den Weg.

Dabei könnte hier längst ein schicker Hotel-Turm stehen. CSU-Stadrat Walter Zöller schlägt per Rathaus-Antrag Alarm: „Das Gelände verfällt zusehends und wird zum Schandfleck“, schreibt er OB Christian Ude. Zöller macht sich Sorgen um den Ruf des Olympiaparks, der heuer 40 Jahre alt wird, und fordert Abhilfe: „Die verwildernde Betonwüste des ehemaligen Busbahnhofs ist kein gutes Aushängeschild.“

Hinter dem Hotelturm ist eine Grünanlage als Olympiapark-Erweiterung geplant

Dabei sollte seit 2010 über dem U-Bahnhof ein 70 Metern hoher Hotelturm des Hamburger Kaufhaus- und Immobilienkonzerns ECE stehen, der auch PEP und OEZ betreibt. 2008 fand auf Anregung der Stadt ein Architektenwettbewerb statt, bei dem sich der Hamburger Architekt André Poitiers durchsetzte. Die Fachwelt schwärmte von der „anspruchsvollen kristallinen Struktur“ des Baus.

Doch die Münchner Olympia-Ambitionen stoppten das Projekt bis auf Weiteres: „Hauptgrund für den aktuellen Stillstand ist die Tatsache, dass aus Sicht der Stadt keine Fakten und Festlegungen für das Areal getroffen werden sollen, solange die Frage nicht abschließend geklärt ist, ob sich die Stadt um die Olympischen Winterspiele 2022 bewerben wird oder nicht“, so die Stadtwerke, denen das Areal gehört. ECE ist immer noch an dem Bau des Hotels interessiert: „Wir würden das Hotel gerne realisieren“, so ECE-Sprecher Christian Stamerjohanns zur tz.

Johannes Welte

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