81-jähriger vermisster Rentner wurde getötet

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Die Polizei sucht Zeugen, die Hinweise zur Tötung des 81-jährigen Rentners liefern können.

München - In der vergangenen Woche hat die Polizei die Leiche eines vermissten Rentners gefunden. Jetzt haben die Ermittler Gewissheit: Der 81-Jährige wurde getötet. Der Täter könnte aus der Schwulen-Szene kommen.

Also doch: Der Münchner Rentner Karl Heinz Radmiller (81) ist ermordet worden.

Die stark verweste Leiche des seit August vermissten 81-Jährigen war erst am 24. Oktober im Wald nahe der B 471 in Ismaning gefunden worden. Bei der ersten Obduktion hatten die Rechtsmediziner keine Anzeichen von Gewalt feststellen können. Bei feingeweblichen Untersuchungen im Bereich des Oberkörpers fanden sich dann jedoch Anzeichen dafür, dass Karl Heinz Radmiller ermordet wurde. Außerdem fehlen persönliche Gegenstände wie Schlüssel, Geldbörse und Handy. Auch Schuhe, Socken und Hose sind verschwunden.

Karl Heinz Radmiller lebte allein und zurückgezogen in Milbertshofen und meldete sich oft lange nicht. Darum dauerte es auch fast einen Monat, bis die Schwägerin sein Verschwinden bemerkte und ihn als vermisst meldete.

Die Familie wusste, dass der Rentner des Öfteren den Treffpunkt für Homosexuelle an der Isar bei Ismaning aufsuchte – zum letzten Mal am 20. oder 21. August. Sein schwarzer Rex-Roller (Kennzeichen: 603  GHP) wurde am 17. September auf dem Waldparkplatz gefunden. Die Leiche wurde in gut einem Kilometer Entfernung 50 Meter abseits eines Weges von Waldarbeitern im Gestrüpp gefunden. „Wir wissen nicht, ob der Fundort auch der Tatort ist“, erklärten Staatsanwältin Nicole Selzam und der Chef der Münchner Mordkommission, Markus Kraus, am Sonntag.

Die Ermittler erhoffen sich nun Hinweise aus dem Kreis der Männer, die sich zuweilen in diesem Waldgebiet treffen (Tel. 089/2910-0). Das LKA hat 5000 Euro für Tipps ausgesetzt, die zur Ergreifung des Täters führen. Alle Hinweise werden vertraulich behandelt.

Dorita Plange

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