Härteres Vorgehen

Tauben-Sheriffs im Anflug: Warum Münchnern jetzt Bußgelder drohen

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Die neuen Stadtsheriffs sollen darauf achten, ob in der Stadt Tauben gefüttert werden –denn das ist verboten

Die Stadt will gegen das Füttern von Tauben härter vorgehen. Der neue Kommunale Außendienst soll künftig auch Bußgelder verhängen dürfen, wenn jemand regelmäßig den Tieren Futter gibt.

Um die Population der Tiere in den Griff zu bekommen, informiert die Stadt regelmäßig auf Plakaten, Info-Flyern oder im Internet. Zudem gibt es Taubenhäuser. Dort erhalten die Tiere Futter, zudem werden die Eier ausgetauscht – gegen Attrappen. Außerdem ist das Füttern von Tauben in München verboten – eigentlich. Die Verordnung ist vor etwas über einem Jahr ausgelaufen. Nun soll sie verlängert und von den neuen Sheriffs kontrolliert werden. Der Stadtrat entscheidet darüber am Dienstag.

Ziel ist es, das regelmäßige Füttern im großen Stil zu verhindern und die Population der Tauben auf einem erträglichen Maß zu halten. Denn bekommen diese Tiere mehr Futter hingestreut, brauchen sie nicht auf Suche zu gehen und haben mehr Zeit für die Fortpflanzung. Das aber führt laut Stadt dazu, dass die Tauben sich weniger bewegen und anfälliger für Krankheiten werden. „Bei einem Verbot der zusätzlichen Fütterung verhungern die Tiere nicht, sondern müssen ihren Radius zur Futtersuche erweitern“, schreibt die Verwaltung. Zudem „verursachen Tauben in großen Schwärmen vielerorts hygienische Probleme durch Kot und richten Schäden an Gebäuden an“, sagt Bettina Messinger (SPD). Deshalb seien die Maßnahmen sinnvoll.

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Grünen-Vize Katrin Habenschaden sieht das Füttern von Tauben generell kritisch. „Tauben sind samenfressende Vögel. Wer den Tieren Krümel hinwirft, schadet ihnen mehr, als dass es gut für die Vögel wäre.“ Dass der Kommunale Außendienst die Einhaltung des Verbots überwachen soll, sei aber lächerlich. „Das bestärkt uns nur in unserer Auffassung, dass diese Stadtsheriffs völlig überflüssig sind, wenn jetzt schon nach Aufgaben gesucht werden muss, um ihre Existenz zu rechtfertigen.“

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Weniger kritisch sieht man das bei der CSU: „Ich befürworte die Verlängerung der Verordnung“, sagt der umweltpolitische Sprecher, Sebastian Schall. „Wenn man solch einen Kommunalen Ordnungsdienst hat, sollte man ihn auch einsetzen. Es bringt ja nichts, eine Verordnung zu erlassen, sie aber dann nicht zu kontrollieren.“ 

Sascha Karowski

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