Geringe Risiken für Badegäste

Dieser Münchner See ist ADAC-Testsieger

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Zahlreiche Badegäste genießen bei heißen Temperaturen am 22.07.2013 das gute Wetter am Lußsee in München. Er gehört zu den Gewinnern des ADAC Badegewässertests mit der besten Wasserqualität.

München - Der ADAC warnt vor Keimen an Badeseen. Doch in München ist das Baden sorgenlos möglich. Ein Münchner See wurde sogar Testsieger. So schnitten die Seen in der Landeshauptstadt ab:

Der Super-Sommer ist endlich da! Seit über zwei Wochen freuen wir uns über Temperaturen über 25 Grad! Und ein Ende ist nicht in Sicht – im Gegenteil: Es wird noch heißer! Eine Erfrischung in den bayerischen Seen kommt da gerade recht – doch wie sieht es aus mit der Wasserqualität der deutschen Gewässer? Der ADAC hat 41 Seen rund um deutsche Großstädte getestet – drei davon waren aus Bayern: Der Feringasee, der Karlsfelder See und der Lußsee relativ gut ab!

Bei dem Badegewässertest des ADAC bekamen fast ein Drittel aller 65 getesteten Badestellen ein „sehr gut“. Darunter das Nordufer des Lußsees. Allerdings stießen die Wassertester bei jeder siebten Messtelle auf bedenkliche Keimkonzentrationen. Gerade im flachen Wasser, wo die Kleinsten planschen, gibt es laut ADAC teilweise viele Keime. Gerade noch ausreichend waren beispielsweise das Südufer des Feringasees sowie das Westufer des Karlsfelder Sees. Am schlechtesten schnitt der Elfrather Badesee bei Krefeld ab. Die Untersuchung bestätigte damit grundsätzlich die Ergebnisse vom vergangenen Jahr. Allerdings standen im Vorjahr große Gewässer wie Bodensee und Chiemsee im Mittelpunkt, dieses Jahr waren es 41 kleinere Seen in der Nähe von zwölf Großstädten.

Testsieger war unter anderem das Nordufer des Lußsees in München. Dort gebe es nur sehr geringe Risiken für Badegäste, mit krankmachenden Keimen in Berührung zu kommen. Die Badestellen am Ostufer von Feringasee und Karlfelder See bekamen im Test die Note „gut“.

Insgesamt erhielten zehn Seen die Wertung bedenklich, 18 die Note „ausreichend“, 17 schnitten „gut“ ab und 20 sogar „sehr gut“. Für die Untersuchung wurde dreimal in der Saison 2012 und einmal zu Beginn der diesjährigen Saison zwischen Mitte Mai und Anfang Juni gemessen.

Anders als die Wasserwirtschaftsämter misst der ADAC nicht im ein Meter tiefen Wasser, sondern an flachen Badestellen. Der Test zeige, dass der vor allem von Kindern genutzte Bereich stärker mit gesundheitsgefährdenden Keimen belastet ist. Gesucht wurden nach Keimen wie den E.Coli-Bakterien, die möglicherweise Durchfall auslösen können. Je höher die Konzentrationen sind, desto größer ist das Risiko, etwa an Durchfall zu erkranken. Auch Hautausschläge sowie Entzündungen von Ohr und Auge seien möglich.

Und wie sieht’s an den restlichen großen bayerischen Badeseen aus? Sind die Nachwirkungen des Jahrhunderthochwassers noch spürbar? Nein! Chiemsee, Ammersee, Tegernsee, Starnberger See und Waginger See haben mittlerweile wieder eine ausgezeichnete Wasserqualität. Einem Sprung ins kühle Nass steht also nichts mehr im Wege.

Wasserqualität in Bayerns Seen

See Wasserqualität
Ammersee ausgezeichnet (8. Juli)
Starnberger See ausgezeichnet (10. Juli)
Tegernsee ausgezeichnet (10. Juli)
Waginger See ausgezeichnet (9. Juli)
Chiemsee ausgezeichnet (9. Juli)
Die Werte beziehen sich auf Messungen Anfang Juli.
Quelle: Bayerische Wasserwirtschaftsämter

Hier erfahren Sie mehr über den Lußsee.

Mehr Infos und Temperaturen zu den Badeseen in der Region finden Sie hier.

Die Münchner Badeseen auf einen Blick

Die Münchner Badeseen auf einen Blick

Info Lußsee

Der Lußsee gehört wie der Langwieder- und der Birkensee zur Münchner "Dreiseenplatte". Er ist der tiefste der drei Baggerseen und lockt mit Sand, schönen Wiesen und türkisfarbenem Wasser. Der Lußsee liegt direkt neben dem Langwieder See und dem Birkensee und entstand im Jahr 2000 als Naherholungsgebiet.

Anfahrt zum Lußsee: Mit dem Auto erreicht man den Lußsee über die Autobahn A 8 Ausfahrt Langwied. Für das ganze Naherholungsgebiet mit den drei Seen stehen rund 2000 kostenpflichtige Parkplätze zur Verfügung. An heißen Wochenenden kann es dennoch eng werden. Alternativ fährt man mit der S 3 bis zum Bahnhof Lochhausen und geht dann zu Fuß oder fährt mit dem Radl in die Langwieder Straße, links in die Eschenrieder Straße und dann geradeaus in die Kreuzkapellenstraße (rund drei Kilometer). Ab 24 Grad Lufttemperatur fährt ein Badebus die "Dreiseenplatte" an. Mit dem Drahtesel kann man auch den Würmtelradweg ab Pasing bis zur Abzweigung an der Enterstraße nehmen. Ab der S-Bahnhaltestelle fährt man wie oben beschrieben weiter. Leider ist der Weg hier nicht beschildert.

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"Badeseen haben gute Wasserqualität"

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