Amokalarm am Dantestadion

München - Straßenabsperrung am Reinmarplatz, rund 100 Polizeibeamte im Einsatz. Das Wort Amoklauf lag am Montag in München in der Nähe des Dantestadions in der Luft. Das steckte dahinter:

Bei einer Großübung werden derzeit über 400 Streifenpolizisten in München für den Ernstfall geschult. In einem Gebäude der Landeshauptstadt am Reinmarplatz in der Nähe des Dantestadions üben die Beamten, wie sie sich im Falle eines Amoklaufes an einer Schule verhalten sollen. Das Gebäude am Reinmarplatz, das bald abgerissen werden soll, stellt dabei die imaginäre Schule dar.

Wie Polizeisprecher Wolfang Behr berichtet, werden von Montag bis Donnerstag jeweils bis zu 110 Beamte geschult. Außerdem sind rund 100 Polizisten im Einsatz. Sie mimen die Schaulustigen und Verletzten. "Und irgendjemand muss schließlich auch die Bösewichte spielen", erklärt Behr.

Damit das Training möglichst realistisch ist, kennen die Beamten beim Eintreffen auf dem Gelände keine Details. "Sie sollen wie in der Praxis relativ unvorbereitet in die Situation gehen." Dann müssen die Aufgaben verteilt werden: Wer kümmert sich um die Absperrung, wer um die Verletzten? 

Auch der ein oder andere Schuss könne bei der Übung fallen, selbstverständlich nur mit Platzpatronen. Doch die Anwohner wurden, wie Behr sagt, im Vorhinein über die Übung informiert. Diese läuft noch bis Donnerstag jeweils von 7.30 Uhr bis mittags. In diesem Zeitraum werden die Straßen auch ab und zu gesperrt. Allerdings immer nur kurzzeitig, da die Übung hauptsächlich im Gebäude und auf dem dazugehörigen Parkplatz stattfindet.

awe

Rubriklistenbild: © dapd

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