Ablösung auf dem Oktoberfest

Aufwandsentschädigungen für ehrenamtliche Wiesn-Sanitäter? Aicher kontert BRK

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Der tz-Titel vom Freitag. Nun äußert sich die Aicher Ambulanz zum Thema.

Darf man ehrenamtlichen Wiesn-Sanitätern eine Aufwandsentschädigung von bis zu 100 Euro pro Tag zahlen? Das Bayrische Rote Kreuz sagt nein - nun äußert sich der Nachfolger.

München - Das Bayerische Rote Kreuz kritisierte bei uns das Vorgehen des Konkurrenten Aicher Ambulanz scharf. Dieser hatte den Zuschlag für die Wiesn 2018 bekommen - und sucht nun Sanitäter auf seiner Internetseite. Inklusive Bezahlung. 

Aicher Ambulanz stellte am Freitag nun nochmals fest, dass man die Kritik nicht nachvollziehen könne: „Tatsache ist, dass Aufwandsentschädigungen für ehrenamtliche Kräfte nicht nur im Rettungs- und Sanitätsdienst, sondern in vielen sonstigen Bereichen die Regel sind. Warum das BRK gerade bei einer so belastenden Veranstaltung wie dem Oktoberfest - im Gegensatz zum Rettungsdienst -  keine Aufwandsentschädigungen bezahlt hat, erschließt sich uns nicht.“ 

Ehrenamtspauschale? So viel Geld gibt es vom BRK

Das BRK zahlt nach eigenen Angaben keine Ehrenamtspauschalen an Einsatzkräfte für Sanitätsdienste. Nur im öffentlich-rechtlichen Rettungsdienst gebe es Aufwandspauschalen von rund 30 Euro für Schichten: Damit sollen Verpflegung, Fahrtkosten und Reinigung der Kleidung abgedeckt werden. Weder auf dem Oktoberfest noch bei einer Sanitätswache auf einem Volksfest oder bei Großveranstaltungen erhielten Ehrenamtliche des BRK Geld, hieß es. Das Zahlen einer Geldsumme  torpediere das gesamte Ehrenamt - und locke zudem Hilfskräfte zu den privaten Anbietern.

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tz/mm

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