Bachmaier über Drogen-Razzia: "Das ist Schnee von gestern"

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Hugo Bachmaier (M.).

München - In Hugo Bachmaiers Hofbräu-Wirtshaus wurde im Juli eine Drogen-Razzia durchgeführt. "Das ist Schnee von gestern", sagt der Bachmaier jetzt. Fündig wurden die Beamten nicht.

Man weiß nicht genau, ob Hugo Bachmaier sich den Satz bewusst zurechtgelegt hat oder nur so dahinsagt; diesen Satz, den er am Freitag nach 23 Uhr vor seinem Hofbräu-Wirtshaus in der Leopoldstraße ausspricht: „Das ist Schnee von gestern“, sagt er über die Drogen-Razzia, die ihn in seinem Lokal und zu Hause vor ein paar Wochen ereilte. Und dieser Satz fasst die Situation aus seiner Sicht trefflich zusammen.

Dass es geschneit haben soll bei ihm, das weiße Pulver, dessen Besitz und Weitergabe unter Strafe steht, davon ging die Staatsanwaltschaft aus, als sie im Juli ein paar Dutzend Polizisten vor dem „Fest der Bayerisch-Griechischen Freundschaft“ bei ihm vorbei schickte. Gefunden haben sie nichts im Lokal, auch nicht „bei ihm“ zu Hause, darauf legt Bachmaier Wert. Gefunden wurde dort zwar schon was, aber halt lediglich „an einer Bekannten“.

Und deshalb hat, sagt Bachmaier, sein Anwalt dieser Tage beantragt, das Verfahren gegen ihn einzustellen. Sollte dem Antrag stattgegeben werden, wäre die Sache tatsächlich Schnee von gestern, aus juristischer Sicht. Leichte Verwehungen der Schnee-Razzia waren aber auch am Freitag, beim „Fest 1“ nach der Durchsuchung auszumachen. Bei der ABC-Prominenz von ­Roberto Blanco über Doreen Dietl, Gloria Gray bis zu Abi Ofarim, die sonst regelmäßig im Bachmaier dem Beginn einer neuen Jahreszeit entgegenfeiern, herrschte diesmal beim „Wiesn-Vor­freu­de“-Fest Zurückhaltung. „Die meisten sind im Urlaub“ sagte ­dazu Tanja Winkler, Bachmaiers Partnerin im Wirtshaus. Der Wirt selbst sieht’s realistischer: „Kann schon sein, dass der ein oder andere wegen der Sache nicht kommt, da bin ich ihnen aber nicht böse.“

Ein paar Wackere finden den Weg dann doch zur Oktoberfest-Warm-up-Party gut zwei Wochen vor dem offiziellen Anstich im festlich dekorierten Wiesn-Stadl: der Schauspieler Ernst ­Hannawald und sein Kollege Michel Guillaume gehören dazu, auch die Ex-Wiesn-Playmate Regina Deutinger, die mit ihrer Personaltrainerin ­Sabine Heijman kam, die wiederum auch Tanja Winkler in Form hält.

Ansonsten sind die Damen vom Dirndl-Gewerbe in der Überzahl. Katharina Lu­kaczs, die ihre Schatzi-Dirndls an Schneiderpuppen ausstellte, Nathalie Brault von My Dirndl , oder Pia Bolte mit ihren Herzi-Dirndl.

Schatzi hin, My Herzi her, Hugo Bachmaier tourt derzeit ohne seine Freundin ­Aline Lettow durch die Wiesn-Vorsaison. Weder am Donnerstag bei der Angermaier-Trachtennacht noch bei seiner eigenen Wiesn-Vorfreude war die Sängerin an Bachmaiers Seite. „Sie hat sich zurückgezogen“, sagt der Promi-Wirt. „Nur aus der Öffentlichkeit, nicht von mir“ fügt er hinzu. „Sie meint, das muss sie derzeit nicht haben.“ Schnee von gestern.

Thomas Oßwald

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