KVR gibt Erklärung heraus

Darum stirbt der „Grüne Pfeil“ in München aus

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Der Grüne Pfeil erlaubt das Abbiegen nach rechts an einer roten Ampel.

Der Grüne Pfeil sorgt für einen flüssigeren Stadtverkehr. Trotzdem verschwindet er nach und nach - auch in München. Warum eigentlich?

München - Er erlaubt Autofahrern an einer roten Ampel das Abbiegen nach rechts. 2009 waren noch mehr als 70 Grüne Pfeile an Ampeln im Münchner Innenstadtbereich angebracht, heute sind es nur noch 45.

Und das, obwohl die meisten Autofahrer von den Grünen Pfeilen überzeugt sind! Schließlich helfen sie dabei, dass der Verkehr flüssig fließt und verhindern unnötige Wartezeiten an roten Ampeln. Auch seien Unfälle durch Autofahrer, die das Verkehrszeichen missachten, „kein Massenphänomen“. So heißt es in einer Erklärung des Kreisverwaltungsreferats (KVR) im Auftrag des Oberbürgermeisters.

Grüner Pfeil nicht verkehrssicher?

Warum also den Grünen Pfeil abschaffen? „In erster Linie ist die Nachrüstung von Ampeln mit Zusatzeinrichtungen für Sehbehinderte (ZEB) dafür verantwortlich, dass die Grünen Pfeile entfernt werden müssen“, lautet die Antwort des KVR. 

Die ZEB geben leise Klopfgeräusche ab oder vibrieren und helfen so blinden Menschen dabei, sicher die Straße zu überqueren. Doch Ampeln mit ZEB und Grünem Pfeil darf es im Münchner Straßenverkehr nach Angaben des Kreisverwaltungsreferats nicht geben. Deshalb werden die Grünen Pfeile nach und nach aus dem Verkehr gezogen. 

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jo

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