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Bau-Chaos: Das passiert jetzt am Stachus und dem Sendlinger Tor

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Eigentlich sollte hier am Stachus das Wasser sprudeln, aber derzeit wird der Brunnen saniert.

An der Sonnenstraße in der Innenstadt sind die Bautrupps derzeit gleich doppelt im Einsatz. Was dort genau passiert, wird hier erklärt.

München - An der Sonnenstraße in der Innenstadt sind die Bautrupps derzeit gleich doppelt im Einsatz. Am Stachus bekommt der beliebte Brunnen eine Sanierung verpasst, am Sendlinger Tor geht die Moderniersung des U-Bahnhofs voran. Dafür wurden gestern große Teile der Kreuzng gesperrt – um Auto-Fahrspuren zu verlegen. Die Folge: Verkehrschaos. Wir stellen die beiden markanten Baustellen kurz vor und sagen, was noch ansteht. 

Stachus-Brunnen trockengelegt

Dort, wo sonst Sonnenanbeter die Sonne genießen und Kinder lachend durch das kühle Nass laufen, wird in diesem Sommer das Wasser aus bleiben. Denn seit Anfang des Monats laufen die Sanierungsarbeiten des Stachus-Brunnens. Die Anlage soll komplett erneuert werden und dem 45-jährigen Brunnen neuen Glanz verpassen.

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Der Plattenbelag, die alten Rohrleitungen und das Betonbett wurden bereits entfernt. Nun können die neuen Rohre kommen. Da die alten Leitungen stark verkalkt und beschädigt sind, müssen fast 500 Meter Rohre und 200 Düsen ausgetauscht werden.

Bereits nach den ersten warmen Tagen wird der Brunnen bei den Münchner schmerzlichst vermisst. Hamid Baratti (33) arbeitet seit 15 Jahren direkt am Stachus. Ihm fehlt der Brunnen schon jetzt. „Im Sommer sitze ich eigentlich jeden Tag am Brunnen und genieße die Sonne. Für mich ist er ein Wahrzeichen der Stadt. Hoffentlich haben wir ihn bald wieder.“

Unten bauen sie am U-Bahnhof ­Sendlinger Tor, oben gibt’s jetzt eine neue Verkehrsführung.

Die Arbeiten sollen Mitte September fertig werden – und die Münchner haben im Spätsommer ihren Brunnen wieder.

Neue Spuren am Sendlinger Tor

Plötzlich standen die Arbeiten still am Sendlinger Tor, wo kurz vorher noch hektisches Treiben herrschte. Die Polizei regelte den Verkehr, Fußgänger und Radler bahnten sich verunsichert ihren Weg . Doch die Verdi-Demonstration brachte alles zum Stillstand. Hat das Folgen? MVG-Sprecher Matthias Korte gab am Nachmittag Entwarnung. „Wir müssten trotzdem pünktlich fertig werden.“

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Die Umlegung war nötig, damit in der Mitte der Kreuzung gearbeitet werden kann. Aufgrund von Absperrungen brauchten besonders Autofahrer gestern starke Nerven. Auch Passanten sind von der Großbaustelle genervt. So wie Albert Dietrich (69). „Der Lärm und die Verschmutzung ist unerträglich! Die Umbaumaßnahmen hätten besser koordiniert werden müssen“, sagt der Rentner. „An anderen Stellen geht es ja auch!“ Noch bis Mitte 2022 werden die Modernisierungsarbeiten am U-Bahnhof am Sendlinger Tor dauern, dann sollen’s Pendler hier entspannter haben.

Lisa-Marie Birnbeck

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