Großeinsatz am Marienhof

Blaulicht, Notarzt, Aufregung: Das war Mittwochmittag auf dem Marienplatz los

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Aufregung auf dem Marienplatz: Die Feuerwehr bahnt sich ihren Weg durch die Menschenmenge.

Aufregung auf Münchens Touristenplatz Nummer eins: Ein Löschzug aus fünf Fahrzeugen, ein Notarzt und ein Einsatzführungsdienst rasen über den Marienplatz! Was ist passiert? 

München - Es ist kurz nach 12 Uhr. Wie jeden Tag um diese Zeit lauschen hunderte Münchner und Touristen dem berühmten Glockenspiel am Marienplatz.

Plötzlich Blaulicht, überall Sirenen! Dann geht alles ganz schnell: Menschen springen zur Seite und machen Platz. Gleich sieben Einsatzwagen rauschen mitten über den Marienplatz: Ein Löschzug aus fünf Fahrzeugen, ein Notarzt und ein Einsatzführungsdienst. Ein Mann ist drei Meter tief in die Baugrube am Marienhof gestürzt. Dort, wo gerade die zweite Stammstrecke gebaut wird.

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Einsatzkräfte und Kollegen konnten aufatmen – der Mann war ansprechbar. Nur laufen konnte er nicht mehr. Seine Kollegen handelten schnell: Noch bevor alle Einsatzkräfte am Unfallort eintrafen, baggerten sie für den Verletzten eine Rampe aus der Baustelle heraus.

Auftrag des Forschers hat besonderen Grund

Ein Forscher war drei Meter tief in eine Baugrube gestürzt. Das Bild zeigt, wie die Rettungskräfte ihn vor Ort versorgen.

„Das hat uns einiges erleichtert“, sagte der Einsatzleiter der Feuerwehr vor Ort. Wären die Bauarbeiter nicht auf diese Idee gekommen, hätten sie ihn mit einer Drehleiter oder einem Baukran herausheben müssen.

Der gestürzte Mann ist Bauforscher und hat im Auftrag eines Archäologie-Büros gearbeitet, welches wiederum von der Deutschen Bahn beauftragt wurde. „Seit 1944 stecken im Marienhof noch Reste von zerstörten Häusern“, erklärt Günther Regele, Geschäftsführer des Archäologie-Büros Reve in Bamberg.

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„Bevor dort die zweite Stammstrecke gebaut wird, mussten erst denkmalpflegerische Maßnahmen ergriffen werden.“ Der Forscher war nach Angaben der Feuerwehr leicht bis mittelschwer verletzt, wurde für weitere Untersuchungen ins Krankenhaus gebracht. 

Kathrin Braun

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