Alkoholverbot am Münchner Hauptbahnhof: Entscheidung ist gefallen

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Markenname in Gefahr?

Brauerei aus Sachsen-Anhalt kopiert Name von Münchner Traditionsbier und landet vor Gericht

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Eine kleine Brauerei in Aschersleben (Sachsen-Anhalt) hat bei Hofbräu abgekupfert.

Weil eine Brauerei aus Sachsen-Anhalt sich am Namen von einer Münchner Traditionsbiermarke orientierte, landete sie jetzt vor Gericht.

München - Am Dienstag kam es vor dem Münchner Landgericht zum Duell David gegen Goliath. Auf der einen Seite eine kleine Privatbrauerei aus der Provinz von Sachsen-Anhalt, auf der anderen Seite der mächtige Staatsbetrieb Hofbräuhaus München. Letzterer klagte gegen seinen Konkurrenten. HB sieht seinen Markennamen in Gefahr. „Wir führen solche Prozesse regelmäßig“, erklärt eine Anwältin von Hofbräu vor dem gestrigen Termin am Zivilgericht. Laut Hofbräu gebe es auf dem Markt zu viele Trittbrettfahrer, die den geschützten Markennamen gerne verwenden, um den eigenen Absatz zu steigern.

Verantwortliche von „Aschersleber Hofbräu“ erschienen nicht vor Gericht 

Auch eine kleine Brauerei in Aschersleben (Sachsen-Anhalt) hat bei Hofbräu abgekupfert. Seit fünf Jahren bietet der dortige Braumeister seinen Gerstensaft unter dem Namen „Aschersleber Hofbräu“ an. Die Flasche hat einen Bügelverschluss, ist mit einem schwarz-goldenen Etikett versehen und trägt den verbotenen Namen prägnant als offensichtliches Kaufargument. Zum Prozess sind die Verantwortlichen aus Aschersleben nicht erschienen. Sie waren sich offenbar bewusst, dass gegen die Übermacht aus München wenig zu holen ist.

Neuer Name für das Bier aus Sachsen-Anhalt

Und so kam es dann auch. Nach nur zehn Minuten war die Verhandlung vorbei. Ergebnis: Die kleine Privatbrauerei muss ihr Bier künftig unter einem anderen Namen verkaufen. Die HB-Anwältin zeigte sich zufrieden. Nach fünf Jahren und aufwendigem Schriftverkehr ist der Streit nun von der Justiz ganz offiziell beigelegt worden. Für die kleine Brauerei war der Namensklau letzten Endes ein teures Abenteuer. Denn auf den Prozesskosten von rund 20 000 Euro bleiben die Eigentümer sitzen. 

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