Wegen Bauarbeiten am Ruffinihaus 

Christkindlmarkt muss umziehen - und jetzt ist wohl auch klar, wohin

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Idyllisch: Der Christkindlmarkt am Rindermarkt.

Der Wirtschaftsausschuss des Stadtrats dürfte am Dienstag beschließen, wohin der Christkindlmarkt zieht. Die beiden Regierungsfraktionen befürworten den Vorschlag der Verwaltung.

München - Der Christkindlmarkt am Rindermarkt wird heuer und im kommenden Jahr auf die Sendlinger Straße verlegt. Dies dürfte der Wirtschaftsausschuss des Stadtrats am Dienstag beschließen. Die beiden Regierungsfraktionen SPD und CSU befürworten den Vorschlag der Verwaltung.

Wie berichtet, muss der Christkindlmarkt wegen der Sanierung des Ruffinihauses weichen. Eine große Holzwand umzäunt das Gebäude, weshalb nur noch eine zu kleine Fläche für die 14 Verkaufsbuden zur Verfügung stehen würde. Ansonsten, so die städtischen Behörden, müsste die Anzahl der Beschicker verringert werden. Das wolle aber niemand. Die Sendlinger Straße im Abschnitt zwischen Fürstenfelder Straße und Hackenstraße hält die Verwaltung nun für die am besten geeignete Lösung, jedenfalls besser als der Frauenplatz, der auch zur Diskussion stand. Dieser liege abseits des bisherigen Marktgebietes und müsste für die Stromversorgung der Stände umgebaut werden, so die Stellungnahme der Stadt. Außerdem würden die Baumaßnahmen an der Fassade des Domes und der geplante Umbau des Frauenplatzes gegen diese Lösung sprechen. Auch die Vertreter der Marktkaufleute und Schausteller favorisieren laut Wirtschaftsreferat die Verlegung der Stände in die Sendlinger Straße.

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Wolfgang Fischer vom Einzelhandelsverband Citypartner ist hingegen nicht angetan von dem Plan. Die Sendlinger Straße sei zu eng, hatte er bereits vor knapp zwei Wochen verlauten lassen. Laut Fischer befürchten anliegende Geschäfte wie Konen, Juwelier Lindner und Optik Schönweitz Einnahmeverluste während der umsatzstarken Vorweihnachtszeit. CSU-Fraktionssprecherin Birgit Unterhuber sagt, sie verstehe zwar die Bedenken, aber die Stadt habe aus Platzgründen kaum eine andere Option. Außerdem sei die Sendlinger Straße aus Sicht der Besucher des Christkindlmarktes ein guter Standort.

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Von 2019 an müssen dann auch die 15 Stände des Kripperlmarktes am Richard-Strauss-Brunnen verlegt werden. Grund: Die Alte Akademie in der Fußgängerzone wird vermutlich ab Ende 2018 oder Anfang 2019 komplett saniert. Nach Mitteilung der Baufirma kann der Platz am Richard-Strauss-Brunnen mit kleineren Einschränkungen für den Christkindlmarkt 2018 noch mit Ständen belegt werden. Für 2019 und die darauffolgenden Jahre, vermutlich bis Mitte 2022, müsse jedoch eine Ausweichmöglichkeit geschaffen werden.

Der Stadtrat wird 2019 über den Alternativstandort entscheiden, wenn der Umfang der Baustelleneinrichtung an der Alten Akademie feststeht.

Klaus Vick

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