Welche Regel gilt denn nun?

Corona in München: Mundschutz-Chaos auf dem Viktualienmarkt - „Mir wäre es am liebsten, wenn ...“

Seit Montag gilt in München fast im gesamten öffentlichen Leben die Maskenpflicht. Zumindest beim Einkaufen und in Bussen sowie Bahnen ist das so - aber wie ist‘s auf dem Viktualienmarkt?

  • Seit dem 27. April herrscht in Bayern die Maskenpflicht
  • Beim Einkaufen und in Bussen oder Bahnen muss eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden
  • Doch wie sieht das auf dem Viktualienmarkt in München aus?

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München - Größtenteils sind den Münchnern die Regeln der Maskenpflicht klar und sie befolgen sie in Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln vorbildlich. Aber was ist mit den Märkten? Wie die Stadt mitteilt, muss man auch dort einen Mundschutz tragen. Auf dem Viktualienmarkt war die Vorschrift offenbar unklar, es herrschte am Montag (27. April) zumindest ein uneinheitliches Bild.

Als eine tz-Reporterin eine Polizeistreife vor Ort fragte, ob man denn auch eine Maske brauche, wenn man den Markt nur überquere, hieß es von den Beamten: „Nein.“ Eine Mund-Nasen-Bedeckung sei nur nötig, wenn man etwas kaufen wolle. 

Corona in München: Mundschutz-Chaos auf dem Viktualienmarkt

Auf Nachfrage beim Kommunalreferat fiel die Antwort jedoch ganz anders aus: Sowohl Verkäufer und Kunden als auch Personen, die sich lediglich auf dem Markt aufhalten, brauchen einen Mundschutz! „Natürlich ist die Regel am wichtigsten in Bezug auf Interaktionen“ , sagt Sprecherin Birgit Unterhuber – also bei der Geld- oder Warenübergabe. 

Trotzdem solle jeder eine Mund-Nasen-Bedeckung auf dem gesamten Areal tragen, da man ja nicht prüfen könne, warum jemand gerade dort unterwegs sei. Wer keine Maske hat, kann ein Tuch oder einen Schal hernehmen. Außerdem gilt auf Märkten der Mindestabstand von mindestens eineinhalb Metern. 

Fazit: Bei jedem Besuch an einem Stand ist die Maske auch im Freien Pflicht, beim Überqueren des Marktes ist sie zumindest sinnvoll. 

Mit nur 55 Jahren ist der Münchner Gastronom Martin Kolonko gestorben. Unter anderem auf der Wiesn hatte er sich einen Namen gemacht.

Corona in München: Das Regel-Wirrwarr am Viktualienmarkt nervt - Sagt ein Betroffener

„Es fehlt eine konkrete Klarstellung, ob man jetzt auf dem Viktualienmarkt Maske tragen muss. Am Montag sah das so aus: 30 Prozent der Besucher trugen eine, 70 Prozent liefen nur über den Markt und hatten keine auf. Es ist schwierig, auf offenen Märkten zu entscheiden, wo die Maskenpflicht aufhört und wo sie anfängt. Mir wäre es am liebsten, wenn man es auf Märkten den Besuchern überlässt. Das Atmen unter der Maske fällt auf Dauer schwer.“

Marco Bucher (40) vom Obsthof Bucher am Viktualienmarkt

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Wollte sie sich andere Fahrgäste vom Leib halten? Eine Frau war in München mit einem ungewöhnlichen Mundschutz unterwegs.

Rubriklistenbild: © Achim Schmidt

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