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Wiedereröffnung am Montag

Münchner Baumärkte wieder geöffnet - Filialleiter packt aus: „Schon halbe Stunde vor Öffnung...“

Ein Schritt in Richtung Normalität: Ab Montag, dem 20. April, haben Baumärkte und Gärtnereien wieder auf. Der Rest folgt kommende Woche.

Update vom 20. April, 13.53 Uhr: Seit dem heutigen Montag dürfen in Bayern Baumärkte wieder geöffnet haben. Peter Schmalz, Filialleiter des Hagebaumarkt München-Nord an der Lerchenauerstraße, hat gegenüber tz.de beschrieben, wie der erste Tag der Öffnung lief. „Es war recht spannend. Wir öffnen ja um 07.00 Uhr, die erste Kundin war schon eine halbe Stunde früher da. In den ersten 30 Minuten sind etwa 75 Menschen zu uns gekommen. Seitdem herrscht aber normaler Tagesbetrieb,“ so der Filialleiter

Weiter berichtet Schmalz, dass der Markt auf großen Abstand achte und sogar die gesetzlich vorgeschriebenen 1,50 Meter auf 2,10 Meter ausgeweitet habe. Weiter habe man einen Ein- und einen Ausgang eingerichtet und achte mit Hilfe von Security darauf, dass nicht zu viele Menschen gleichzeitig im Markt sind. Weiter berichtet er, dass im Moment keine Schutzmasken vorhanden seien, mit einer Lieferung werde jedoch Ende der Woche gerechnet. Klopapier, so Schmalz, sei hingegen noch mehr als genug da.

Erstmeldung vom 19. April 2020

München - Laut Bernd Ohlmann vom Einzelhandelsverband Bayern können ungefähr 70 Prozent der Geschäfte ab 27. April wieder öffnen.

München: Märkte gerüstet für den am Montag erwarteten Ansturm

Der Hagebaumarkt an der Lerchenauer Straße ist bestens gerüstet für den am Montag erwarteten Ansturm. Schon am Eingang werden spezielle Wachleute darauf achten, dass die Kunden Abstand voneinander halten, sagt ein Bereichsleiter. Überhaupt werde auf Hygiene strengstens geachtet „Das Personal ist mit Masken und Handschuhen ausgestattet.“ Wie viele Menschen gleichzeitig in den Baumarkt dürfen – das hat das Unternehmen genau nach den Quadratmeter-Vorgaben der Regierung ausgerechnet.

Voll Vorfreude auf die Öffnung am heutigen Montag: der Leiter des Hagebaumarkts an der Lerchenauer Straße.

Außerdem gelte: „Kein Einlass ohne Einkaufswagen, und immer nur zwei Leute pro Einkaufswagen“. Die Wagen werden nach jedem Benutzen desinfiziert. „Und trotz all der strengen Vorgaben: Alle freuen sich unbändig, dass der Markt wieder öffnen darf“, sagt der Mitarbeiter. „Die Stimmung ist sehr gut. Das Personal ist froh, dass die Kurzarbeit vorbei ist – und zwar jetzt schon, nicht erst nach Monaten, wie manche befürchtet haben.“

„Gerade in der Textilbranche steht vielen das Wasser bis zum Hals“

Das gilt für Baumärkte wie Hagebau und Gärtnereien. Manch anderer muss sich noch eine 

Bernd Ohlmann, Chef des Einzelhandelsverbands

Woche gedulden. Am 27. April dürfen Kfz-Händler, Fahrradläden, Buchhandlungen und weitere Geschäfte bis zu einer maximalen Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern wieder ihre Tür aufsperren. Die Händler seien zwar froh, dass sie wieder öffnen können, sagt Bernd Ohlmann vom Einzelhandelsverband, aber es herrsche auch großer Ärger, dass dies noch nicht für alle ab Montag möglich sei. Und vor allem sei es ungerecht, dass die größeren Läden nach wie vor geschlossen bleiben müssen. „Gerade in der Textilbranche steht vielen das Wasser bis zum Hals. Die Frühjahrsmode steht in den Läden – das ist verderbliche Ware, denn bald ist Hochsommer!“

München: Größere Häuser bleiben geschlossen - Klage über „Wettbewerbsverzerrung“

In kleineren Kommunen bestünden die Einkaufsmeilen ja hauptsächlich aus kleineren Läden, sagt Ohlmann. In einer Stadt wie München gebe es zig größere Häuser – Galeria Kaufland, Hirmer, Sporthaus Schuster, Kustermann, Konen und etliche andere –, die alle noch geschlossen bleiben müssen. „Warum sollen diese Geschäfte nicht auch ein genauso gutes Hygienekonzept für ihre Kunden und Verkäufer bieten können wie ein kleiner Schreibwarenhändler in Schwabing? Und sie können sicher sein: Alle Geschäfte, die wieder öffnen dürfen, werden penibelst auf Hygiene und Abstandsregeln achten.“ Keiner wolle riskieren, dass Polizei oder KVR den Verkauf kontrollieren und den Laden wieder dichtmachen.

Ohlmann spricht deswegen von einer „Wettbewerbsverzerrung“ zuungunsten der größeren Läden. Er hofft, dass die Kunden einen hohen Nachholbedarf beim Einkaufen haben. „Sonst werden, wenn sich der Rauch der Corona-Schlacht einmal verzogen hat, viele Geschäfte nicht überlebt haben.“

Diese Probleme sind für den Marktleiter an der Lerchenauer Straße am Montag weit weg. Er wird richtig emotional beim Gedanken an die Öffnung. „Wir freuen uns, endlich wieder verkaufen zu können.“ Ob ihnen nicht mulmig wird bei dem erwarteten Ansturm? „Klar rechnen wir damit. Schlangen werden sich bilden. Aber wir tun alles dafür, dass die Menschen auf Abstand gehen.“

Lesen Sie auch: Coronavirus in Bayern: Neue Zahlen vom Sonntag machen Hoffnung - Montag wird wohl traurige Marke erreicht

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Rubriklistenbild: © Heinz Hollenberger

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