Hunderte Autofahrer stehen Schlange

Corona in München: Massiver Ansturm auf Test-Stationen - Merkwürdige Szenen auf Theresienwiese

Vor den Coronavirus-Test-Stationen stauen sich die Autos.
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Vor den Coronavirus-Test-Stationen stauen sich die Autos.

Aus Angst vor dem Coronavirus wollen sich Hunderte Münchner testen lassen - auf der Theresienwiese kommt es zu irren Szenen.

  • In München steigt die Zahl der Coronavirus-Infizierten.
  • Zahlreiche suchen deshalb die Test-Stationen auf.
  • Inzwischen stören sie so sogar die Abläufe im Kampf gegen das Virus.

Nun wird eine spezielle Testmethode eingeführt.

München -  Die Corona-Krise* sorgt für irre Szenen in der Stadt. Vor der Test-Station auf der Theresienwiese bildeten sich gestern kilometerlange Schlangen von Fahrzeugen. Hunderte Münchner kamen, um sich testen zu lassen. Dabei hatten die meisten gar keinen Termin. Einige sollen versucht haben, die Mediziner vor Ort zu bestechen, um dennoch getestet zu werden. Der Wahnsinn auf der Wiesn!

Wie berichtet, sind die Test-Stationen in der Bayernkaserne und auf der Theresienwiese den Menschen vorbehalten, die beispielsweise vom Gesundheitsamt oder der Kassenärztlichen Vereinigung dorthin geschickt wurden. Mittlerweile seien die Menschen aber so unvernünftig und störten die Abläufe, teilt eine Sprecherin des Gesundheitsreferates mit.

Corona-Krise in München: Test in Drive-In-Stationen nur bei einem begründeten Verdacht

Daher stellt das Amt abermals klar: Die Drive-In-Stationen zur Abstrichentnahme auf der Theresienwiese und in der Bayernkaserne seien nur für Personen bestimmt, bei denen ein begründeter Verdacht auf Corona besteht. Wer in einem Risikogebiet war und Symptome* aufweist, ruft die Bereitschaftsdienstnummer der Kassenärztlichen Vereinigung (11 61 17) an. Dort wird abgeklärt, ob ein Test nötig ist, und gegebenenfalls ein Termin vereinbart. Personen ohne Termin werden vor Ort abgewiesen.

Lesen Sie auch: Das Coronavirus macht München fast zur Geisterstadt. Auch die Fahrgäste der MVG werden immer weniger. Der ÖPNV stockt seine Fahrten dennoch wieder auf. Dadurch soll der gebotene Sicherheitsabstand besser gewährleistet werden.

Die Abstrichentnahme auf der Theresienwiese wird von Montag bis Sonntag von 8 bis 18 Uhr durchgeführt. Pro Schicht sind Ärzte und medizinische Assistenten sowie ein Schichtführer im Einsatz, welche in Schutzkleidung den Abstrich vornehmen. Für die Abstrichentnahme muss das Auto nicht verlassen werden. Lediglich das Fenster wird geöffnet.

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Verdacht auf Coronavirus-Infektion: Nicht zum Arzt gehen!

Für alle Personen, die nicht vom Gesundheitsamt zum Test aufgefordert werden, gilt: Wenn Sie den konkreten Verdacht haben, dass Sie sich mit dem Coronavirus infiziert haben, weil sie entsprechende Symptome haben und Kontakt zu positiv getesteten Personen hatten oder sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben, gehen Sie, um die Gefahr einer Ansteckung zu minimieren, nicht in die Praxis, sondern nehmen Sie telefonisch Kontakt mit dem Hausarzt oder der KVB unter der Nummer 11 61 17 auf und besprechen Sie das weitere Vorgehen.

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Sascha Karowski

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