Helfen Sie - und lassen Sie sich helfen

Diese Hilfe kommt von Herzen: tz-Leser unterstützen Hilfsbedürftige

Viele Münchner zeigen sich während der Corona-Krise solidarisch mit den Mitbürgern, die es schwerer haben. Geschichten von Lichtblicken in der Dunkelheit.

  • Das Coronavirus* hat München voll im Griff.
  • Viele junge Menschen engagieren sich für Risikogruppen.
  • Die Betroffenen sind dankbar für die Solidarität. Auch die tz konnte bereits behilflich sein.

München - Das ist ein echter Lichtblick“, sagt Doris Bach (72). „Mir fehlen die Worte.“ Montagmorgen, kurz vor acht Uhr, hat sie sich mit einem eindringlichen Hilferuf an die tz gewendet: Ihr Mann (75) sei pflegebedürftig, müsse dreimal die Woche zur Dialyse, habe ein schwaches Immunsystem. Sich in dieser Situation mit dem Coronavirus anzustecken, will sie nicht riskieren. „Wenn ich zum Einkaufen gehen würde, wäre das schon sehr gefährlich“, so Bach. Das muss sie jetzt auch nicht mehr – den tz-Lesern sei Dank. Und es zeigt sich einmal mehr: Diese Hilfe kommt von Herzen!

Coronavirus: Geschwächtes Immunsystem? Am besten kein Risiko eingehen

Das Coronavirus bedroht diejenigen am stärksten, die schon ein bisschen älter sind – weil sie schon einmal Probleme mit der Lunge hatten zum Beispiel oder weil sie ein geschwächtes Immunsystem haben. Wenn sie sich mit dem Virus anstecken, kann es ganz schnell übel ausgehen: Das Risiko, an der Lungenkrankheit zu sterben, ist laut einer aktuellen Studie für Über-60-Jährige fünfmal höher als für Menschen zwischen 30 und 59.

Deshalb lautet die Devise: Gehen Sie kein unnötiges Risiko ein, bleiben Sie ja zu Hause! Aber – das fragen sich viele – wer kauft für mich ein? Wer geht zur Apotheke? Wer führt die Hunde Gassi? Damit Sie sich um all das keine Sorgen machen müssen, hat die tz eine spontane Hilfsaktion gestartet: Wir bringen unsere Leser zusammen – die einen brauchen Hilfe, die anderen wollen helfen. Zahlreiche Zuschriften haben wir erhalten.

Coronavirus in München: Kellnerin Pia Pentlehner bietet Hilfe an

Pia Pentlehner (21) hat ihre Hilfe angeboten. Die Studentin jobbt normalerweise als Kellnerin, ihr Praktikum musste sie verschieben. „Das nervt mich“, sagt sie.„Ich habe nichts zu tun.“ Sie wolle nun das Beste draus machen – und helfen. Weil eine andere Leserin ganz bei ihr in der Nähe wohnt, haben wir die beiden zusammengebracht. „Wir haben einmal kurz telefoniert – dann hat sie mir die Einkaufsliste durchgegeben“, erzählt Pentlehner.

Pia Pentlena kauft für ältere Menschen ein.

Auch für Doris Bach ging es schnell: LeserinSonja Dauer (54) hatte sich schon am Montagmorgen per Telefon in der Redaktion gemeldet – sie wolle helfen. Wenige Stunden später brachte sie Frau Bach eine Ladung Taschentücher vorbei. Weitere Einkäufe folgen.

Brauchen auch Sie Hilfe bei alltäglichen Erledigungen? Melden Sie sich telefonisch unter der Nummer 089/5306-522 oder per ­E-Mail an aktion@tz.de.

Severin Heidrich

*merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Die Angst vor dem Coronavirus ist allgegenwärtig. Doch jeder kann für seine Sicherheit ganz einfach etwas tun. Ein Münchner Arzt verrät, wo das Virus lauert.

Rubriklistenbild: © Marcus Schlaf

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