Landratsamt schließt Betrieb 

Corona-Alarm bei Caterer: Ausfall trifft Münchner Klinikum hart - Angehörige berichten von „Unregelmäßigkeiten“

Das Klinikum Großhadern musste seinen Catering-Service austauschen
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Das Klinikum Großhadern musste seinen Catering-Service austauschen.

Die Münchner Universitätsklinik Großhadern wird vom Ausfall ihres Catering-Dienstleisters getroffen. Aufgrund von Corona-Fällen muss das Unternehmen seine Tätigkeit einstellen.

  • Das Klinikum München-Großhadern trifft der Ausfall des Catering-Dienstleisters.
  • Schuld sind 16 bestätigte Corona-Fälle bei dem Unternehmen mit Sitz westlich der Stadt.
  • Am Montagmorgen musste das Krankenhaus-Personal beim Frühstück selbst Hand anlegen.

Update vom 29. Juni, 20.30 Uhr: Die betroffene Caterer-Firma aus dem Landkreis Starnberg, die unter anderem die LMU-Klinik Großhadern belieferte, hat deutlich mehr Corona-Fälle als ursprünglich angenommen. Das teilt das Landratsamt Starnberg in einer aktuellen Pressemitteilung mit. Demnach kommen zu den bereits kommunizierten zehn Fällen (die infizierten Mitarbeiter aus der Asylbewerberunterkunft, wie Merkur.de* berichtete) weitere 34 positiv getestete Mitarbeiter hinzu.

Nachdem die ersten positiven Fälle bekannt wurden, veranlasste das Landratsamt Tests bei allen rund 100 Mitarbeitern des Caterers. Die Ergebnisse sind nun da - und mit dabei weitere 34, also insgesamt 44 positive Corona-Fälle unter den Mitarbeitern. Die Mitarbeiter kommen nicht nur aus dem Landkreis Starnberg, sondern aus verschiedenen Landkreisen in der Umgebung. Alle Mitarbeiter befinden sich seit dem Bekanntwerden der ersten Fälle in Quarantäne.

Markus Söder hat in München über das weitere Vorgehen in Sachen Corona-Tests informiert. Unvorsichtige Bewohner der Isar-Metropole warnte er.

Corona-Alarm bei Caterer: Ausfall trifft Münchner Klinikum hart - Tausende Essen für Patienten fehlen

Erstmeldung vom 29. Juni, 18.18 Uhr

München - Große Sorgenfalten im Universitätsklinikum im Stadtteil Großhadern: Der Catering-Service, der Patienten und Mitarbeiter des Klinikums mit Mahlzeiten versorgt, hatte positive Corona-Fälle* und musste auf behördliche Anordnung seine Betriebsstätte schließen. Insgesamt 16 Corona-Fälle verzeichnete die Firma aus Gilching. Bereits am Freitag hatte das Landratsamt Starnberg deshalb verfügt, dass der Caterer die Münchner Kliniken nicht mehr beliefern darf – auf Grundlage des Infektionsschutzgesetzes.

Corona: Klinikum München-Großhadern trifft Ausfall von Catering-Zulieferer hart

Das LMU-Klinikum bestätigt den Vorfall gegenüber der tz*. „Die Schließung betrifft die Speisenversorgung für Patienten und Mitarbeiter des LMU Klinikums am Campus Großhadern und in den Kliniken am Campus Innenstadt“, sagt Sprecherin Isabel Hartmann. Insgesamt gehe es um 4800 Essen für Patienten sowie 1600 Essen für Mitarbeiter. Hartmann sagt: „Eine alternative Belieferung des Klinikums wurde zusammen mit dem Dienstleister organisiert, sodass die Speisenversorgung von Patienten und Mitarbeitern durchgängig sichergestellt ist.“

Corona-Ausbruch bei Caterer - Klinikpersonal muss Frühstück selbst zubereiten

Mehrere betroffene Patienten sowie deren Angehörige berichten von Unregelmäßigkeiten bei der Essensversorgung am Sonntagabend. Am Montag in der Früh habe das Krankenhaus-Personal teilweise selbst das Frühstück zubereitet – am Mittag lief dann aber wohl alles wieder rund. Von dem LMU-Klinikum in München*  heißt es: „Aktuell liefert der Lieferant direkt Speisen an das Klinikum – unter Umgehung der Gilchinger Betriebsstätte. Vorübergehend gibt es Einschränkungen bei der Menüauswahl.“

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