Alle Entwicklungen im News-Ticker

Coronavirus in München: Dieter Reiter spricht über Krisen-Wahl: „Ich habe verärgerte Beamte gesehen“

Verdachtsfälle, Absagen, Schulschließungen: In unserem News-Ticker zum Coronavirus in München halten wir Sie auf dem Laufenden. 

Das Coronavirus steht nach der Wahl wieder im Fokus. Welche Maßnahmen nun in München wegen Corona getroffen werden, erfahren Sie in unserem neuen News-Ticker.

Udpate, 15. März, 20.41 Uhr: Hat die Stadt bei der Wahl wegen des Coronavirus geschlafen? „Ob die Wahl stattfindet, trifft der Ministerpräsident. [...] Ich habe auch paar verärgerte Lehrerinnen und Lehrer gesehen“, so Dieter Reiter auf Nachfrage. 

Update, 15. März, 20.27 Uhr: Die ersten Ergebnisse aus der Bürgermeisterwahl in München sind da. Amtierender Bürgermeister Dieter Reiter (SPD) hat mit 48,0 Prozent die Wahl gewonnen, muss jedoch in die Stichwahl gegen Kristina Frank (CSU) die mit 21,3 Prozent der Stimmen knapp vor Katrin Habenschaden (Grüne) mit 20,5 Prozent liegt. 

Ein Kopf-an-Kopf-Rennen also um die Stichwahl in München. Frank oder Habenschaden? Wer geht in die Stichwahl mit Reiter. 

Update, 15. März, 19.24 Uhr: Innenminister Horst Seehofer hat sich an die Nation wegen des Coronavirus gewendet. Er traf 

Update, 15. März, 18.40 Uhr: Inneminister Horst Seehofer wird um 19 Uhr live auf einer Pressekonferenz über die Maßnahmen des Coronavirus informieren. Merkur.de tickert live mit. 

Update, 15. März, 18.34 Uhr: Ab Dienstag sind in Bayern alle Kinos, Bars und Schimmbäder geschlossen. Mittwoch folgen dann auch ausgewählte Geschäfte. Das teilt die DPA am Sonntag mit. 

Offen bleiben:

  • Lebensmittelgeschäfte
  • Apotheken
  • Drogeriemärkte
  • Banken
  • Tankstellen

Die Grundversorgung werde dadurch aufrechterhalten, hieß es. 

EinMünchner Bundestagsabgeordneter hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Als er den Notdienst des Gesundheitsamtes erreichen wollte, wurde er enttäuscht.

Update, 15. März, 18.16 Uhr: In München wird gespannt gewartet, wer der neue Bürgermeister wird.  Und wer sich dann ab morgen an die Einwohner Münchens zwecks der Coronakrise richtet. Als Favorit gilt der aktuelle Bürgermeister Dieter Reiter. Doch die Grünen-Politikerin Katrin Habenschaden gilt als Außenseiterin. Kristina Frank von der CSU ist in Umfragen so schlecht nicht weggekommen. 

Alle Infos in unsererem Ticker

Update, 15. März, 18.04 Uhr: Die Polizei München hat, um Infektionen zu vermindern, eine Pressemitteilung versand. Folgende Straftaten sollten wegen des Coronavirus unbedingt auch online angezeigt werden:

- Betrug mittels Online-Auktion, 

- Fahrraddiebstahl, Fahrradunterschlagung, Sachbeschädigung an einem Fahrrad, 

- Diebstahl von Teilen an einem Fahrzeug, Diebstahl von Gegenständen aus einem unversperrten Kraftfahrzeug und Sachbeschädigung an einem Kraftfahrzeug

Auf https://www.polizei.bayern.de/ ist dies zu bewerkstelligen. Der Polizeinotruf 110 ist natürlich nach wie vor rund um die Uhr ohne Einschränkungen erreichbar.

Corona-Krise: Die Kommunalwahl-Ergebnisse spiele eine Rolle

Update, 15. März, 17.57 Uhr: Natürlich ist die Corona-Krise in aller Munde und dieser Text informiert Sie über alle Corona-Neuigkeiten. Jedoch haben die Münchner auch gewählt. Wenn Sie die Ergebnisse der Kommunalwahl 2020 interessieren, dann finden Sie diese im Ticker. Um 18 Uhr schließen die Wahllokale. 

Am Tegernsee saßen die Menschen noch seelenruhig in Biergärten, wie ein Leserin schockiert auf Merkur.de berichtet. 

Update, 15. März, 17.53 Uhr: Bayern und Deutschland machen die Grenzen dicht, wie merkur.de berichtet. Ein Comedian hat sich über den Umstand aufgeregt, die Kommunalwahl, die in sieben Minuten ihre Wahllokale schließt, stattfinden zu lassen. 

Am sonnigen Sonntag haben viele Münchner, wenn auch unbewusst, den letzten Tag in den Biergärten verbracht. Ab Montag ist das nicht mehr möglich. 

Update, 15. März, 9.30 Uhr: In Zeiten der Corona-Krise haben Kneipen, Cafés und Restaurants einen schweren Stand. Während in Berlin Clubs und Bars mittlerweile geschlossen sind, ist das in München noch nicht der Fall - auch wenn an der geringeren Zahl der Besucher bereits deutlich wird, dass die Angst vor der Ausbreitung des Virus wächst (siehe unten).

Eine Münchner Kult-Kneipe in Giesing greift das Thema nun auf eine ungewöhnliche Weise auf. „Das Virus reagiert empfindlich auf Alkohol“ - das ist auf einem Schild vor dem „Schau ma moi“ zu lesen. Ob sich mit dieser Aussage mehr Gäste zu einem kühlen Bier verleiten lassen? Darüber ist derzeit noch nichts bekannt. 

Coronavirus in München: Medizinstudenten als Unterstützer? Helferpool für verschiedenen Dienste

17.35 Uhr: Studenten sollen offenbar helfen, den Corona-Ernstfall in München zu moderieren. Ein Pressesprecher des Uniklinikums Großhadern bestätigte dem Bayerischen Rundfunk, dass man Medizinstudenten um Unterstützung gebeten habe.

Freiwillige könnten etwa für Telefondienste eingesetzt werden oder bei der Dokumentation helfen. Man sei gerade dabei, einen Helferpool zusammenzustellen, sagte der Pressesprecher gemäß des Berichts. Direkten Kontakt zu Notfall-Patienten sollen die Studenten allerdings nicht haben.

Coronavirus in München: „Sicherheitscheck“ am Eingang - Supermarkt greift zu weitreichender Maßnahme

15.16 Uhr: Der Feinkost-Großhandel Spina reagiert offenbar auf die fortschreitende Ausbreitung des Coronavirus. Kunden, die das Geschäft im Münchner Norden betreten wollen, würden von einem Mitarbeiter mit einem Fieberthermometer empfangen, vermeldet ein Reporter von RTL.

Man dürfe den Laden nur betreten, wenn die Körpertemperatur „im Normalbereich“ liege, hieß es laut des Berichts.

15.00 Uhr: Am heutigen Samstag wurden in der Isar-Metropole 52 neue Infektionen mit dem Coronavirus (Stand 13 Uhr) festgestellt. Das gab die Stadt am Nachmittag bekannt. Insgesamt sind in München damit 201 Infektionen offiziell gemeldet.

Coronavirus in München: MVG passt Fahrplan an - Stadtwerke machen ein Versprechen

12.59 Uhr: Das Coronavirus wirkt sich offenbar bereits spürbar auf die Gastronomie in München aus. Wie die Ippen Digital Zentralredaktion erfahren hat, soll es am Freitagabend  (13. März) im ansonsten beliebten und stark frequentierten Glockenbachviertel sehr ruhig gewesen sein. In den Kneipen war vergleichsweise wenig los, viele Gäste blieben offenbar daheim. Vereinzelt würden Gastronomen demnach umplanen und Mitarbeiter wieder nach Hause schicken, weil deutlich weniger Kundschaft kommt. Bislang gibt es in München noch keine Ansage der zuständigen Behörden, Bars und Kneipen zu schließen - wie zum Beispiel in Berlin.

Coronavirus in München: Nachbarschaftshilfe in der Landeshauptstadt 

12.05 Uhr: In der Coronavirus-Krise zeigt sich, dass die Hilfsbereitschaft vieler Menschen groß ist. Auch in München wird in den sozialen Medien verschiedene Art von Hilfe angeboten - für Riskogruppen, wie etwa ältere Bürger. Auch an Aufrufen, auf seine Mitmenschen zu achten, mangelt es nicht.

Auf Twitter wird etwa mit dem Hashtag NachbarschaftsChallenge Münche n“ dazu aufgerufen, älteren Menschen behilflich zu sein - beispielweise durch die Erledigung von Einkäufen und Besorgungen. „Gemeinsam schaffen wir es, die Corona-Zeit zu überstehen. Macht bitte alle und überall mit und bietet Eure Hilfe an“, heißt es dazu. 

Da auch das tägliche Gassigehen mit dem Hund für Senioren mit Gefahren verbunden sein kann, lassen sich auch hierfür Aufrufe finden. Stehen Personen unter Quarantäne, wird es für Tierbesitzer noch schwieriger. Die Tierrettung München sucht beispielsweise via Facebook-Aufruf Freiwillige, die sich in solchen Fällen um Hunde kümmern können. 

Coronavirus in München: Besuchsverbote in Krankenhäusern und Pflegeheimen - OB Reiter greift durch

Update, 14. März, 8.05 Uhr: Seit Freitag (13. März) gelten die Besuchsverbote für Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime in München. Die Staatsregierung und die Stadt München verhängten die weitreichende Auflagen. Es gibt nur wenige Ausnahmen. So soll die Ausbreitung des Coronavirus verhindern und ältere und kranke Personen geschützt werden.

Welche Tätigkeiten sind durch die Ausbreitung des Coronavirus gefährlich geworden - und was ist unproblematisch? Der Infektologie-Oberarzt vom Klinikum rechts der Isar gibt Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Coronavirus in München: MVG passt Fahrplan an - Stadtwerke machen ein Versprechen

Update von 21.43 Uhr: Das Coronavirus lähmt immer mehr das öffentliche Leben im Freistaat. Die Stadtwerke München (SWM) bleiben allerdings ruhig. „Die weiterhin sichere und zuverlässige Versorgung von Bevölkerung, Behörden, Industrie, Gewerbe und aller wichtigen Dienstleister mit Energie und Trinkwasser steht für die SWM an oberster Stelle und bleibt rund um die Uhr gewährleistet“, heißt es in einer Mitteilung. Auch die Aufrechterhaltung des Betriebs von U-Bahn, Bus und Tram bleibe sichergestellt.

Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) reagiert derweil auf die Schließung der Schulen und Bildungseinrichtungen, wodurch sich eine geringere Nachfrage ergebe. Der Fahrplan wird wie folgt angepasst:

  • Bei der U-Bahn wird im Berufsverkehr auf die Verstärkerfahrten der U-Bahnlinien U3 (Fürstenried West – Olympiazentrum) und U4 (Theresienwiese – Arabellapark) verzichtet. Beide Linien verkehren damit ganztags im 10-Minuten-Takt. Die U7 fährt zwischen Westfriedhof und Sendlinger Tor. Der Abschnitt zwischen Sendlinger Tor und Neuperlach Zentrum wird von der U7 nicht bedient. 
  • Bei der Tram wird neben der Verstärkerlinie 28 (Scheidplatz – Sendlinger Tor) die Linie 29 (Willibaldplatz – Hochschule München) ausgesetzt, nachdem der Vorlesungsbeginn an den Hochschulen auf April verschoben wurde. 
  • Beim Bus entfallen die sogenannten Schulverstärker. Es handelt sich dabei um Busfahrten, die an Unterrichtstagen gezielt für Schü-lerinnen und Schüler durchgeführt werden.

Coronavirus in München - Kultkneipe macht vorerst dicht: „Können nicht ohne Fußball und ohne Gäste“

Update von 18.56 Uhr: Das Coronavirus lähmt langsam aber sicher das öffentliche Leben in Bayern. Auch München bleibt davon nicht verschont. Nun hat eine Kultkneipe in der bayerischen Landeshauptstadt angekündigt, vorerst geschlossen zu bleiben. Das teilte die Kneipe Stadion an der Schleißheimer Straße auf Facebook mit.

In den vergangenen Tagen habe sich gezeigt, dass deutsche Mannschaften kein Geisterspiel können, heißt es scherzhaft in dem Post. Damit wird auf die Niederlagen von Frankfurt gegen Basel und die Pleite von Borussia Dortmund in Paris angespielt. „Wir wiederum können nicht ohne Fußball und ohne Gäste und darum haben wir uns entschlossen, euer Wohnzimmer vorerst abzuriegeln.“ Dazu setzten die Betreiber unter anderem die Hashtags #Gschlossn und #CoronaOida.

Coronavirus hält Bayern in Atem: Hochschule sorgt für Unmut bei Münchner Studenten

Update von 18.34 Uhr: Das Coronavirus hält die Welt in Atem. In Bayern bleiben bis zum 20. April alle Schulen geschlossen. Eine Münchner Hochschule sorgt jetzt bei ihren Studenten für Unmut.

Update von 16.33 Uhr: Das Erzbistum München und Freising hat wegen des Coronavirus alle öffentlichen Gottesdienste abgesagt. Die Regelung solle bis zum 3. April gelten, gab das Erzbistum am Freitag bekannt. Es habe „derzeit Vorrang, der Ausbreitung des Virus durch die Zusammenkunft von Menschen nicht weiter Vorschub zu leisten.“ Ob die Gottesdienste an den Kar- und Ostertagen stattfinden, werde noch entschieden und hänge von der aktuellen Lage ab.

Taufen und Trauungen sollen, ebenso wie Firmungen, verschoben werden. Beerdigungen finden den Angaben nach weiterhin statt, jedoch ohne eine Totenmesse. Diese könne nachgeholt werden. Seelsorger sollen den Gläubigen weiterhin zur Seite stehen und in Ausnahmefällen auch die Kommunion bringen.

Coronavirus in München: Droht dem Oktoberfest eine Absage?

Auf einer Pressekonferenz am Vormittag stellte ein Journalist Bayerns Ministerpräsident Markus Söder die Frage, ob eine Absage derzeit in Frage komme. Söder reagierte nicht sofort, hielt inne und musste kurz überlegen, wie tz.de* berichtet.

Coronavirus in Bayern: Schulen und Kindergärten werden geschlossen

Update von 15.42 Uhr: Der DAV Summit Club sagt aufgrund der „dynamischen Entwicklung rund um das Coronavirus“ Reisen in viele Gebiete weltweit bis zum 1. Mai ab. „Uns ist bewusst, dass diese Entscheidung weitreichende Konsequenzen hat“, teilte das kommerzielle Tochterunternehmen des Deutschen Alpenvereins (DAV) mit.

Update von 15.23 Uhr: Alle Schulen und Kindergärten in Bayern werden bis zum 20. April geschlossen. Die Abiturprüfungen sollen ab dem 30. April trotzdem stattfinden, wie Merkur.de* berichtet. Der Bayerische Elternverband (BEV) warnt mit Blick auf die Schulschließungen vor Betreuungsproblemen.

Update 13. März, 9.58 Uhr: Wie Ministerpräsident Söder gerade in einer Pressekonferenz bekannt gab, handelt es sich über Meldung über die Schließung aller Gastrobetriebe in München um eine Falschinformation. Es gäbe keinerlei Bestrebungen, dies umzusetzen, so Söder. Es sei vielmehr wichtig in der Krisenzeit vor allem die kleineren Betriebe zu unterstützen, für die die heftigen Umsatzeinbußen der Coronakrisenzeit ein existenzbedrohendes Ausmaß annehmen könnten.

Coronavirus in München: Schließung aller Gastrobetriebe?

Update 13. März, 8.46 Uhr: Sperrt München alle Gastrobetriebe zu? Bei einem Geheimtreffen zwischen dem bayerischen Innenminister Joachim Herrmann (CSU) und einigen Innenstadt-Wirten soll dies besprochen worden sein. Möglich wäre eine Schließung der Gastrobetriebe für zunächst zwei Wochen, um eine weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, so wie es in Italien bereits beschlossen wurde. Das berichtet die AZ.

Coronavirus in München: Müssen alle Gastrobetriebe schließen?

In dem Treffen zwischen Herrmann und den Wirten soll es zunächst vor allem auch über die jetzt schon spürbaren Auswirkungen des Virus für die Wirte gegangen sein. Die Nagst vor dem Virus hält Touristen aber auch Einheimisch derzeit fern. Der Ausfall soll schon jetzt bei etwa 60 Prozent Umsatzeinbußen liegen. Auf Anfrage der AZ äußerte sich das Staatsministerium allerdings nicht mit einer klaren Aussage. Man sei nicht autorisiert, vertrauliche Inhalte aus den Gesprächen des Ministers wiederzugeben oder die dort getroffenen Aussagen im Vorfeld zu bewerten, hieß es aus dem Ministerium. Weitere Informationen zu den endgültigen Beschlüssen des Ministeriums sollen um 12 Uhr in einer Pressekonferenz verkündet werden.

Coronavirus in München: Weitere radikale Einschränkung bei Veranstaltungen bahnt sich an

Update 12. März, 21.56 Uhr: Das Coronavirus greift weiter um sich und mit Blick auf Veranstaltungen bahnt sich eine neue Richtlinie an. 

Kanzlerin Angela Merkel sagte nach einem Krisen-Meeting, dass auf alle „nicht notwendigen Veranstaltungen“ verzichtet werden solle - unabhängig von der Personenzahl. Dies ist bislang aber nur eine Richtlinie.

Coronavirus in München Harry Klein und Rote Sonne machen bis auf Weiteres zu

Dennoch bahnt sich auf Stadt-Ebene eine weitere Einschränkung an. Erste Städte gehen bereits dazu über, Veranstaltungen über 100 Personen zu untersagen. So etwa die oberschwäbische Stadt Ravensburg nahe des Bodensees. Diese Regelung könnte bald auch in München beschlossen werden.

Darauf deutet eine Mitteilung des Münchner Clubs „Harry Klein“ hin. Via Facebook schrieb die Diskothek am Donnerstagabend: „Wie wir gerade aus dem Kreisverwaltungsreferat der Stadt München erfahren haben, sind ab sofort Veranstaltungen ab 100 Personen stehend, untersagt.“ 

Zwar sei das „Harry Klein“ davon nach dem Gaststättenrecht nicht betroffen, dennoch habe man sich dazu entschlossen, den Club „bis auf Weiteres geschlossen zu halten. Wir hoffen sehr, damit einen Beitrag zu leisten, die Ausbreitung des COVID-19 Virus zu verlangsamen“, heißt es weiter.

Auch der Szene-Club „Rote Sonne“ schließt seine Pforten. Ebenfalls am Donnerstag schrieb die Diskothek via Facebook: Man habe sich „schweren Herzens dazu entschlossen, unsere Türen ab morgen bis auf Weiteres geschlossen zu halten.“

Coronavirus in München: Schon über hundert Schulen im Freistaat geschlossen - Verbände alarmiert

Update 12. März, 20.44 Uhr: In München sind am Donnerstag 22 neue Fälle des Coronavirus bestätigt. Das teilt die Stadt München mit. In der Landeshauptstadt seien damit insgesamt 110 Menschen infiziert.

Update 12. März, 14.45 Uhr: In ganz Bayern haben mittlerweile über 100 Schulen vollständig geschlossen. Auch in München fällt in immer mehr Schulen der Unterricht aus. Betroffen von den Schließungen sind nahezu alle Schularten im Freistaat

Coronavirus in München: Kein Abitur wegen Epidemie? Das fordern die Schüler

13.00 Uhr: Mit Blick auf die anstehenden Abiturprüfungen und die zunehmenden Schulschließungen wegen des neuartigen Coronavirus haben mehrere Verbände ein Treffen mit dem Kultusministerium gefordert. Ziel sei eine faire Durchführung des Abiturs bei gleichzeitiger Eindämmung des Virus, teilten unter anderem Philologenverband, Direktorenvereinigung, Landeselternvertretung in Bayern am Donnerstag in München mit. Die Abiturprüfungen sollen am 30. April beginnen.

Joshua Grasmüller, Landesschülersprecher für die Gymnasien und selbst Abiturient, sagte: „Wir Abiturienten dürfen aufgrund der Corona-Epidemie keine Nachteile gegenüber anderen Jahrgängen haben.“ Der Vorsitzende der Direktorenvereinigung, Walter Baier, erklärte: „Was die Schulen jetzt brauchen sind einheitliche und klare Vorgaben.“  

Corovavirus in München: Kommunalverbände entscheiden über mehr Hilfe für Senioren

Update vom 12. März, 10.30 Uhr :Am Freitag will die Sozialministerin Carolina Trautner (CSU) die Wohlfahrtsverbände und kommunale Spitzenverbände treffen. Das Thema: die Coronavirus-Epidemie. Dabei soll es vor allem um als besonders gefährdet eingestufte ältere Menschen gehen. Sie nehme die Sorgen und Ängste der Menschen in Bayern sehr ernst, sagte Trautner. „Dies gilt für mich in besonderer Weise für ältere Menschen in unserem Land. Gerade jetzt müssen wir uns deswegen verstärkt um unsere Senioren kümmern.“ 

In Bayern gebe es ein gut ausgebautes Netzwerk an Einrichtungen wie Mehrgenerationenhäuser und bürgerschaftlich engagierte Nachbarschaftshilfen. Die Arbeitswohlfahrt (AWO) in Bayern hatte wegen des Coronavirus mehr Hilfe für alleinstehende Senioren in Bayern gefordert. 

Das Treffen soll am Freitagnachmittag im Ministerium in München stattfinden, teilte ein Sprecher am Donnerstag mit. Eingeladen sind den Angaben nach unter anderem die Spitzen des Gemeinde-, Städte-, Landkreis- und Bezirketags, des Bayerischen Rotes Kreuzes, der Arbeiterwohlfahrt (AWO), von Caritas und Diakonie.

Coronavirus in München: Kulturveranstalter fürchten um Existenz

18.21 Uhr: Ein Sicherheitsbeamter am Flughafen München wurde positiv auf das Coronavirus* getestet. Das bestätigt die Regierung von Oberbayern auf Nachfrage.

18.03 Uhr: Die Absage von Konzerten, Theateraufführungen und anderen Terminen zur Eindämmung der Coronavirus-Epidemie wird für viele Kulturbetriebe zur Überlebensfrage. Wenn diese Krise länger andauern sollte, fürchteten viele um ihre Existenz, heißt es in einem Schreiben des Verbandes der Münchner Kulturveranstalter (VDMK) an Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD). Die Folge wäre ein massiver Kahlschlag für das Münchner Kulturleben. Der Verband vertritt rund 70 Mitglieder, darunter Clubs, Hallenbetreiber sowie Veranstalter von Konzerten, von der Klassik bis hin zu Rock und Pop. Sie organisieren 15 000 Kulturveranstaltungen im Jahr mit fast 10 Millionen Besuchern.

Coronavirus in München: Zahl der Infizierten steigt weiter an

15.55 Uhr: Alleine heute seien 20 neue Corona-Infizierte (Stand 12.30 Uhr) festgestellt worden, erklärte ein Sprecher der Stadt München. Damit steigt die Zahl der betroffenen Menschen in der Isar-Metropole auf 88.

13.19 Uhr: Nach etwa fünf bis sechs Minuten können die Betroffenen in der heute eingeweihten Drive-in-Teststation wieder die Heimfahrt antreten, wie Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) berichtete.

In München werden auf dem Gelände der Bayernkaserne ausschließlich Menschen getestet, die das Gesundheitsamt als Kontaktpersonen von bestätigten Infizierten ermittelt hat - aktuell stehen rund 500 Menschen auf der Liste. „Das ist keine öffentliche Teststelle hier“, betonte OB Reiter. Aufgrund der beschränkten Laborkapazitäten würden dort zunächst die Insassen von rund 50 Autos pro Tag auf den Erreger Sars-CoV-2 getestet. Da davon auszugehen sei, dass die Zahlen weiter stiegen, sei eine weitere Drive-in-Anlage auf der Theresienwiese * bereits nahezu fertiggestellt, sagte Reiter.

13.11 Uhr: Das Erzbistum München und Freising hat für den Umgang mit dem Coronavirus einen Krisenstab eingerichtet. Er werde beraten, welche Konsequenzen für das kirchliche Leben gezogen würden, teilte das Erzbischöfliche Ordinariat am Mittwoch in München mit. Man werde dabei den Empfehlungen des  Robert-Koch-Instituts und der Behörden folgen. Am Mittwochabend sollten die Entscheidungen verkündet werden.

Im Münchner Liebfrauendom kommen an den Osterfeiertagen viele Gläubige zusammen.

An Feiertagen wie Karfreitag oder Ostern sind die Kirchen sehr gut besucht. Vor allem in großen Gotteshäusern wie dem Liebfrauendom in München kommen viele Gläubige zusammen. Die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) hat bereits Empfehlungen an die Kirchen in Deutschland verschickt. Darin wird unter anderem Priestern und Kommunionhelfern empfohlen, sich vor ihrem Dienst die Hände zu waschen und besser noch zu desinfizieren. Auch auf den Friedensgruß während der Gottesdienste wird vielerorts verzichtet.

Das Coronavirus beherrscht bayernweit die Schlagzeilen. In einem Krankenhaus im Freistaat spielten sich jetzt unglaubliche Szenen ab*.

Coronavirus München: Weitreichende Entscheidung für Schulen getroffen - besorgte Anrufe bei Hotline

13.05 Uhr: Unter Leitung von Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hat der Stab für außergewöhnliche Ereignisse (SAE) das KVR beauftragt, die Kapazitäten für das  Corona-Bürgertelefon der Stadt (Tel. 233-44740) von bislang 12 auf nun 20 Leitungen auszuweiten. Allein am Montag verzeichnete das Bürgertelefon, das täglich von 8 bis 18 Uhr geschaltet ist, fast 1.400 Anrufe.

Speziell für die Schulleitungen wurde eine eigene Hotline eingerichtet, die nun alle notwendigen Informationen direkt bei einem eigenen Ansprechpartner in der Gesundheitsbehörde abfragen können. Für München wurde festgelegt, dass Schulen grundsätzlich 14 Tage geschlossen werden, wenn es bei ihnen einen bestätigten Corona-Fall gibt.

12.02 Uhr: Vor ihrer Wohnungstür wurde eine Frau in München plötzlich von ihrem 45-jährigen Nachbarn mit Desinfektionsmittel besprüht. Dabei rief er mehrfach das Wort „Corona“, wie die Polizei München in ihrem heutigen Pressbericht bekanntgab.

Zudem habe der Mann sie bedroht. Die hinzukommende Streife konnte die Situation beruhigen und nahm gegen den 45-Jährigen eine Anzeige wegen Körperverletzung und Bedrohung auf. 

Gegenstand der kriminalpolizeilichen Ermittlungen ist auch ein mögliches fremdenfeindliches Motiv, da die Geschädigte ein asiatisches Aussehen und eine asiatische Staatsangehörigkeit hat.

Coronavirus: Universität in München stellt Lehrbetrieb ein

11 Uhr: „Gemäß Mitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst vom 10.03.2020 ist der Lehrbetrieb unverzüglich bis auf Weiteres einzustellen“, vermeldet die Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) aktuell auf ihrer Homepage. Sobald weitere Details vorlägen, würden die einzelnen Fakultäten informiert, hieß es. 

Wohlgemerkt: gerade befinden sich die LMU-Studenten in der vorlesungsfreien Zeit, Prüfungen finden jedoch vereinzelt statt. „Generell stehen angesichts der aktuellen Situation pragmatische Lösungen im Vordergrund“, erklärt die Universität diesbezüglich.

Ob Veranstaltungen des Sommersemsters 2020 (offizieller Beginn am 20. April) abgesagt werden müssen, steht derzeit offenbar noch nicht fest.

Update vom 11. März, 9 Uhr: Ab dem heutigen Mittwoch können sich Corona-Verdachtsfälle im Drive-in-Center auf dem Gelände der Bayernkaserne melden (siehe unten). Etwas weniger komfortabel lief der Test von Leserin Anja K. ab.

Am Dienstagvormittag sei sie nach einem „etwas längeren Telefonmarathon“ zum Tropeninstitut in der Schwabinger Georgenstraße bestellt worden. Ihren Skiurlaub hatte sie Ende Februar in Südtirol verbracht und danach Erkältungssymptome verspürt.

Coronavirus München: Frau erlebt „absurde“ Situation bei Test - „hätten sie schon vorher sagen können“

„Ich bin pünktlich angekommen und habe gleich die lange Schlange vor dem Gebäude gesehen“, berichtet K. Sie habe sich dann zu den anderen Verdachtsfällen in den Nieselregen gesellt. „Es ist schon absurd, sagt K., „man steht dort mit lauter Menschen zusammen, die potenziell infiziert sind“.

Vor dem Tropeninstitut warten Menschen auf ihren Corona-Test, hier ein Bild vom Dienstag.

Am Telefon habe es so geklungen, als habe sie um 9 Uhr einen Termin vereinbart - ein Irrtum, dem nicht nur K. aufsitzt. „Eine Frau ist nur in der Jeansjacke gekommen und hat dann ziemlich gefroren. Dass man solange draußen warten muss, hätten sie vielleicht schon vorher sagen können“, ärgert sich die Münchnerin.

Gelöste Stimmung vor Corona-Test: „Da wurden munter Geschichten erzählt“

In der Warteschlange sei die Stimmung allerdings durchaus gelöst gewesen, berichtet die Münchnerin: „Da wurden munter Geschichten erzählt“. Viele der Anwesenden hätten sich zuletzt ebenfalls in Südtirol aufgehalten.

Nach über einer Stunde im Nieselregen geht es für K. endlich los. Im Tropeninstitut erfährt sie, was die langen Wartezeiten auslöst: die Zimmer werden nach jedem Test penibel gereinigt.

Die Mitarbeiter des Instituts seien äußerst freundlich gewesen, der Test an sich „eher unangenehm“. Ob sie sich im Skiurlaub mit dem Coronavirus infiziert hat, erfährt K. schon wenig später: ihr Test fiel negativ aus.

Dutzende Schulen bleiben wegen Corona-Verdachtsfällen geschlossen. In unserer großen Übersicht erfahren Sie, welche Einrichtungen in München betroffen sind*.

Gesundheitsreferentin über Coronavirus in München: „Ambulante Zentren würden unser System entlasten“

Update vom 10. März, 22.05 Uhr: Das erste Drive-In-Testcenter in München soll nur der Anfang sein. Im tz-Gespräch plädiert Gesundheitsreferentin Stephanie Jacobs für weitere derartige Einrichtungen im Stadtgebiet: „Sie würden unser System erheblich entlasten.“ Mit dem Pilotprojekt sollen „etwa 100 bis 150 Tests pro Tag“ vorgenommen werden.

Wie viele solcher Testzentren für München benötigt werden und wo sie eingerichtet werden sollen, sei noch offen, erläuterte Jacobs. „Wir arbeiten im Moment mit Hochdruck daran, die entsprechenden Strukturen aufzubauen“, sagte die oberste Chefin des Münchner Gesundheitsamts, die sich durch ihr unaufgeregtes, aber konsequentes Krisenmanagement im Hintergrund bei vielen Experten Respekt erworben hat. 

Zwar könne man nicht alle Verdachtsfälle in solchen ambulanten Zentren testen - „für Patienten mit starken Symptomen eignet sich das nicht.“ Aber in einem Großteil der Fälle sei diese Vorgehensweise praktikabel. „Das würde unserem System, das sich am Limit befindet, etwas Luft verschaffen“, so Jacobs zur tz.

Coronavirus in München: Erste „Drive-In“-Teststation kommt - Abstrich über geöffnetes Autofenster

Erstmeldung vom 10. März: 

Aufgrund der steigenden Coronavirus-Fälle (am Dienstag waren es deren 68) und der überlasteten Ärzte-Hotlines steht in München bald eine ungewöhnliche Test-Variante zur Verfügung. Bereits ab dem morgigen Mittwoch (11. März) soll es eine zentrale Teststelle geben, die Personen, die nachweislich mit einem infizierten Coronavirus-Patienten Kontakt hatten, aufsuchen können. Wie 95.5 Charivari berichtet, sollen diese Tests per „Drive-In“ vom Auto aus auf dem Gelände der Bayernkaserne in Freimann erfolgen. Betreiber ist der Rettungsdienst Aicher Ambulanz, der im Auftrag des Referats für Gesundheit und Umwelt (RGU) testet und unter anderem auch für die medizinische Versorgung auf dem Münchner Oktoberfest zuständig ist.

Personen, die Kontakt zu einem Infizierten hatten, müssen sich zunächst allerdings trotzdem bei ihrem Hausarzt melden, berichtet 95.5 Charivari weiter. Dieser kontaktiere anschließend das Gesundheitsamt. Erst auf Anweisung des Amtes können Verdachtsfälle mit ihrem eigenen Auto zur „Drive-In“-Teststelle kommen. Ein Mediziner übernimmt dort im Schutzanzug über das geöffnete Autofenster einen Abstrich.

München: Ungewöhnlicher Corona-Test soll Hausärzte entlasten

Durch diese ungewöhnliche Testform sollen vor allem Hausärzte entlastet werden. Auch, wenn der „Drive-In“-Abstrich ausdrücklich nur für Personen gilt, die mit Infizierten in Kontakt waren, dürfte er dennoch zu etwas weniger Andrang in den Praxen und bei Hotlines führen.

Eine Kinderärztin aus München schlägt währenddessen Alarm - das Coronavirus könnte dazu führen, dass die Praxis bald schließen muss*. Schuld sind allerdings nicht etwa eine hohe Anzahl an Infektionsfällen.

Warum sich in dieser schwierigen Situation für den Freistaat Ministerpräsident Markus Söder für höhere (Kanzler-)Aufgaben empfiehlt, lesen Sie in einem Kommentar von Merkur-Chefredakteur Georg Anastasiadis*

Das Coronavirus legt die Stadt München nahezu komplett lahm. Nur noch wenige Menschen sind auf den Straßen. Nur an einem Ort merkt man nichts: In den S-Bahnen.

*Merkur.de und tz.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © dpa / Sven Hoppe

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