Hund bricht durchs Eis

Dackeldrama! Sissi aus dem Teich gerettet

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Anton Frischholz (hier mit seinem Mischling Samli) sprang in den Teich, um Dackel Sissi (vorne) zu retten. Frauchen Maria Keller ist überglücklich.

München - Ein Alptraum für jeden Hundebesitzer: Bei einem Spaziergang im Englischen Garten saust Rauhaardackel Sissi aufs Eis, um Enten zu jagen – und kracht ins eiskalte Wasser.

Ein mutiger Münchner (63) eilt ihr zur Hilfe und bricht ebenfalls ein. Doch Anton Frischholz schafft es, sich und Sissi zu retten. Die Besitzerin der Dackeldame, Maria Keller (62), ist überglücklich: „Ich hatte so Angst um die beiden.“

Etwa 20 Minuten brauchte der an Asthma erkrankte Frührentner, um sich mit dem Hund im Arm im eisigen Oberstjägermeisterbach zurück zum Ufer zu kämpfen. „Das Wasser reichte mir bis über den Bauchnabel, und der Grund war morastig.“ Danach sei er klitschnass und völlig geschafft gewesen. „Ich konnte meine Hände nicht mehr bewegen“, erzählt er. Ins Krankenhaus wollte er nicht. Er ließ sich von Maria Keller nach Hause fahren und nahm dort ein heißes Bad.

Experten raten dringend davon ab, sich aufs Eis zu wagen, um eingebrochene Tiere zu retten. „So etwas kann tödlich enden. In diesem Fall ist es noch einmal gut gegangen“, sagt Rudolf Brettner, Technischer Leiter der Kreiswasserwacht München. „Passiert so etwas, sollte man die 112 wählen und Hilfe rufen.“

„Sissi wäre beinahe unter das Eis gezogen worden“, sagt Maria Keller. Anton Frischholz nickt: „Ich habe sie gerade noch so erwischt.“ Sein eigener Hund Samli saß jaulend am Ufer, während er Sissi rettete. Minus sieben Grad kalt war es an diesem Tag. Inzwischen geht es allen wieder gut. Sissi hat sich zwar eine Blasenentzündung bei ihrem Abenteuer eingefangen, saust aber schon wieder herum. „Aber nur noch an der Leine“, lacht ihr Frauchen.

BRW

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