Eine Edelboutique weniger

Dieser Luxus-Laden verlässt die Maximilianstraße

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In wenigen Tagen ist Schluss: Nach mehr als 20 Jahren verlässt diese Modemarke die Maximilianstraße.

Wie an einer Perlenkette reihen sich entlang der Maximilianstraße die Edelboutiquen aneinander: Fendi, Versace, Bulgari & Co. - in wenigen Tagen wird allerdings ein elegantes Glied fehlen.

München - Nach Informationen unserer Zeitung ist die Modemarke Jil Sander auf der Suche nach neuen Räumlichkeiten, sie wird die rund 1000 Quadratmeter große Verkaufsfläche an der Maximilianstraße verlassen. Ein Nachfolger ist gefunden. „Das Modelabel Dior wird die Retail-Flächen im Erdgeschoss noch in diesem Jahr beziehen“, bestätigte die MEAG, der das Anwesen mit der Hausnummer 30 gehört.

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„Die Nachricht war ein Riesenschock“, sagt Stammkundin Barbara Hammerstein (74), „Jil Sander gehört zur Maximilianstraße wie das Maximilianeum zu München.“ Die Innenarchitektin gehört inzwischen beinahe selbst zum Inventar. Seit 33 Jahren hält sie ihrer Lieblingsmarke die Treue. „Die Architektur, das Design, die Umgebung – das alles hat perfekt zu Jil Sander gepasst“, schwärmt die 74-Jährige, „ich war unendlich traurig, als mich eine Mitarbeiterin über das Laden-Aus informierte.“ 

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So wie Hammerstein haben viele Kunden persönliche Anrufe aus dem Hause Jil Sander bekommen: So informierte die Modemarke ihre treuen Fans über den bevorstehenden Umzug. Das Aus an der Maximilianstraße soll auch ein Neuanfang sein. Angeblich sucht das Label nach einem neuen Standort mit weniger Fläche. Derzeit soll es mehrere Optionen geben. Das Unternehmen selbst gab gestern keine Auskunft. Stammkundin Barbara Hammerstein wird der Marke auf jeden Fall folgen – „egal wohin“.

sba

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Kommentare

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Bernhard
(0)(0)

"Jil Sander gehört zur Maximilianstraße wie das Maximilianeum zu München." Dieser Satz verstört mich ein wenig. Oder verwechselt die Dame das "MacSimilianeum" vielleicht mit dem MacDonald am Stachus? Ein seelenloses Filialgeschäft einer Hamburger Bekleidungskette - hoffentlich verrät ihr niemand, dass der Tengelmann im Stachus-Untergeschoss jetzt ein Edeka ist...

Pendelhoden
(0)(0)

Oh Gott, wo kaufe ich jetzt meine Socken?

Gnutzhasi
(1)(0)

Na wenn die Kunden um die 74 sind, dann muß Jill Sander vor der Zukunft keine Bange haben !