„Wir hoffen das Beste“

Geldsorgen: Zukunft von beliebtem Münchner Open-Air-Kino in Gefahr

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Filmgenuss vor historischer Kulisse: Ob es heuer etwas wird, soll sich im Laufe der Woche entscheiden.

Langsam aber sicher wird es sommerlich in der Stadt. Zeit für die zahlreichen Open-Air-Kinos in München. Ein Standort muss wieder einmal zittern.

München - Mit den wärmeren Temperaturen starten auch die Freiluft-Kinos der Stadt nach und nach in die Saison. Doch ein Standort muss noch zittern: Das Schicksal des Kino-Open-Airs am Königsplatz ist noch nicht entschieden. 

„Ob es stattfinden wird, entscheidet sich im Laufe dieser Woche“, heißt es vom Veranstalter Gral GmbH. Wie im letzten Jahr hängt es wieder am Geld. Einer der Sponsoren hat seine finale Zustimmung bisher noch nicht gegeben. Bei der Gral GmbH, die die Veranstaltung bereits seit 1994 auf die Beine stellt, zeigte man sich gestern auf Anfrage unserer Zeitung jedoch optimistisch. „Wir hoffen das Beste“, sagte eine Sprecherin des Unternehmens. Geplant wäre das Freiluftkino heuer vom 23. bis 31. Juli.

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Das Problem mit dem Geld ist nicht neu. Bereits im vergangenen Jahr scheiterte das Open Air an der Finanzierung. Damals fehlte ein Hauptsponsor. Die Folge: Kein Kino am Königsplatz – und das zum ersten Mal seit 22 Jahren. Zwischen 15 000 und 25 000 Menschen schauten sich jeden Sommer auf dem Königsplatz Filme an, im Zeitraum von 1996 bis 2016 waren es insgesamt rund 400 000 Besucher. Vergangenes Jahr hatte die Gral GmbH mit einer Alternativveranstaltung aufgewartet. Auf dem ehemaligen Mahag-Gelände an der Karlstraße 77 veranstaltete sie das achtwöchige Festival „Marsmarkt“. Hier gab es eine kleinere Version des Kino-Open-Airs.

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Ähnliche Ausweichpläne gibt es in diesem Jahr nicht. Das mag auch daran liegen, dass die Gral GmbH international gut gebucht ist. Weltweit betreuten sie bereits im letzten Jahr über 700 Projekte. Das Freiluftkino am Königsplatz ist dennoch etwas Besonderes, Geschäftsführer Alexander Wolfrum nannte es bereits 2017 ein „Herzblutprojekt“, an dem man festhalten wolle.

Während für den Standort Königsplatz noch gehofft werden darf, ist am Viehhof der letzte Kino-Vorhang bereits gefallen. Mitte Januar rückten wie berichtet endgültig die Bagger am Viehhof-Gelände an und begannen mit dem Abriss. Das Ende nach sieben Jahren. Doch das Viehhof-Team zeigt sich dennoch kämpferisch. Auf der Internetseite steht: „Heute ist nicht alle Tage, wir kommen wieder, keine Frage!“

Lisa-Marie Birnbeck

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