Dieter reitet die erste Attacke auf die CSU

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Dieter Reiter

München - Na also, geht doch! Nachdem OB Christian Ude schon seit Monaten mit der CSU um den Landtagwahl kämpft, steigt nun auch sein SPD-OB-Kandidat in den Ring.

Dieter Reiter teilt gleich bei seiner ersten öffentlichen Rede mächtig gegen die Schwarzen aus. Beim Frühschoppen des Fürstenrieder Frühlingsfests knöpft sich der Wirtschaftsreferent vor allem seinen Konkurrenten vor – den CSU-Kandidaten Josef Schmid. Ring frei!

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„Ja, wo lebt der denn?“, empört sich Reiter über Schmid. Der CSU-Fraktions­chef und „Möchtegern-OB“ habe zum Thema Wohnen gesagt: „Zuviel Mieterschutz kann auch schädlich sein.“ Reiter nennt Schmid nicht beim Namen: „So lange der so etwas sagt, ist völlig klar, dass der CSU die Mieter egal sind.“ Sie mache Politik für die „Großkopferten“. „Das S in CSU steht eher für Sauerei!“ Die Schwarzen seien die „Anti-Mieter-Partei Münchens“. Mahnend hebt Reiter den linken Zeigefinger: „Zu viel Mieterschutz kann es gar nicht geben!“

Schmid hatte den Satz im Januar im Stadtrat gesagt, als es um die Wohnungen der maroden Bayerischen Landesbank ging. Wirtschaftsreferent Reiter plädiert in seiner Rede dafür, dass der Freistaat die bayernweit 33 000 Wohnungen übernimmt, 10 000 in München. Wohnen bleibe das wichtigste Thema und die Frage sei: „Wer kann sich München noch leisten?“

Reiters Rede kommt an. Zu zwei Dritteln ist am Sonntagmorgen das Festzelt besetzt, während draußen die Sonne scheint. Im ersten Drittel klatschen die Genossen begeistert, darunter viele Stadträte. Aber auch aus dem mittleren, dem neutralen Drittel erntet Reiter viel Aufmerksamkeit und Zustimmung. Erst Recht geht seine Rede nicht im Geklapper von Bierkrügen und Hendltellern unter. Am Freitagabend lädt dann die CSU mit Peter Gauweiler zur weiteren fröhlichen Stimmungsmache ins Festzelt.

David Costanzo

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