DLRG warnt vor Sport auf dünnem Eis

München - Brrrrr – München zittert! Viele würden gerne aus der Not eine Tugend machen und die Kälte zum Schlittschuhlaufen oder zum Eisstockschießen nutzen. Ihre Vermutung: Wenn die Gewässer bei diesen Temperaturen nicht dick zugefroren sind, wann dann?

Ein Irrtum, sagt die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und rät zur Vorsicht. Mindestens 15 Zentimeter sollte das Eis dick sein, um die Gefahr des Einbrechens zu vermeiden. Diesen Wert haben bisher die wenigsten Gewässer in und um München erreicht. Wer im Freien Eislaufen gehen will – und das, ohne sich in Lebensgefahr bringen zu wollen – hat drei Möglichkeiten: Der Hinterbrühler See sowie der Ost- und Westteil des Westparksees sind von der Stadt München zum Eislaufen freigegeben. Hier besteht keine Einbruchgefahr.

Auf dem Nymphenburger Kanal garantieren die Pächter für die Eisdicke. „Bei uns können Sie mit dem Auto aufs Eis, so dick ist die Schicht“, sagt Herbert Fesl von Eisstockbahnen Nymphenburg. Und es gibt auch Abschnitte, wo Sie kostenlos fahren können. Bei allen anderen Gewässern begeben Sie sich dagegen im wahrsten Sinne des Wortes auf dünnes Eis.

Am Kleinhesseloher See im Englischen Garten etwa stehen Schilder: „Betreten der Eisfläche auf eigene Gefahr.“ Eisläufer werden hier zwar nicht verjagt, ­offiziell freigegeben zur Fahrt ist der See aber nicht. Auch der Olympiasee darf eigentlich nicht befahren werden, auch wenn man hier immer wieder Eissportler sieht. Der Grund: Warme Strömungen im See lassen das Eis an einigen Stellen wesentlich langsamer wachsen.

Rfe.

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