Münchner findet dieses M-Kennzeichen in Sahara

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Michael Baumann (l.) und Markus Hanke

München - Ein Münchner hat irgendwo in den Dünen der Sahara sein Kennzeichen verloren. Drei Wochen später fand das gute Stück den Weg zurück in die Heimat. Eine unglaubliche Geschichte über den Zufall.

Es ist die Geschichte eines unglaublichen Zufalls. Im Februar hatte ein Erzieher aus München in der unendlichen Weite der Sahara auf einer Motorradtour sein Kennzeichen verloren. Am Dienstag holte der 27-Jährige das Nummernschild ab – bei der Polizeiinspektion in Haar.

Wie es dazu kam? Anfang Februar hatte Markus Hanke (27) mit seinem Motorrad, einer Suzuki, eine zweiwöchige Reise mit drei weiteren Spezln durch Tunesien angetreten. Die 3000 Kilometer lange Route führte ihn von München nach Genua in Italien und von dort aus mit dem Schiff nach Tunis in Tunesien. Bei dem anschließenden Trip durch die Sahara verlor er schließlich sein Kennzeichen. Irgendwo in den Dünen. Zurück in München meldete er den Verlust der Polizei.

Wie es der Zufall will, entdeckte Michael Baumann das Kennzeichen etwa drei Wochen später bei einer Motorradtour in der Wüste. Der Motorradwerkstatt-Besitzer und Rallyefahrer aus Trudering entdeckte das gute Stück im Sand. Es lag irgendwo in der Umgebung der Tafelberge von Timbain in Tunesien. Und weil es ein Münchner Kennzeichen war, nahm er es mit. „Ich dachte mir, vielleicht tu ich jemanden einen Gefallen.“

Zurück in seiner ERC-Werkstatt an der Turnerstraße schickte er dann seinen 15 Jahre alten Praktikanten Nik­las mit dem Kennzeichen zur Polizei in Haar. Die Beamten nahmen Kontakt mit Markus Hanke auf. Der Erzieher hatte den Verlust schon gemeldet – und sich ein neues Kennzeichen geholt. „Ich war völlig überrascht“, sagt er. „Jetzt werde ich das Schild als Andenken an meinen Wüstentrip aufheben.“

Jacob Mell

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