Erste elektrische Taxi-Flotte

Elektro-Power für München: E-Taxi-Flotte in Deutschland geht an den Start 

Gerade erst auf dem Markt – und schon als Taxi unterwegs: Taxifahrer Arne Schmidt steht vor dem Jaguar I-PACE. Im Hintergrund das Maximilianeum.
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Gerade erst auf dem Markt – und schon als Taxi unterwegs: Taxifahrer Arne Schmidt steht vor dem Jaguar I-PACE. Im Hintergrund das Maximilianeum.

Zum ersten Mal geht in Deutschland eine rein elektrisch betriebene Taxiflotte an den Start.

München - Zehn Autos der Firma Jaguar stehen vor der Oper und befördern ab sofort Münchner Taxigäste durch die Stadt. Trotz unglaublicher 400 PS gibt Jaguar die Reichweite mit 470 km an – genug für ein Taxi im Zweischicht-Betrieb.

Gute 80 000 Euro kostet eines dieser Luxusgefährte, insgesamt liegen die Kosten für dieses Projekt bei 1,6 Millionen Euro. Die Landeshauptstadt München beteiligt sich mit bis zu 40 Prozent an den Kosten. 200 000 Kilometer müssen die Taxis fahren, um sich ökologisch zu amortisieren, und etwa vier Jahre im Schichtbetrieb laufen, damit sich die Investition auszahlt.

„Gibt es in diesem Ausmaß noch nicht“

Gert Wohlgemut, Geschäftsführer des Münchner Taxi-Zentrums, freut sich über die erste elektrisch angetriebene Taxiflotte. „Das geschieht in Zusammenarbeit mit der Stadt München, mit dem ADAC und Jaguar. In diesem Ausmaß gibt es das in Deutschland bisher noch nicht. Die Autos fahren die Fahrgäste ökologisch durch die Stadt, es werden keine Emissionen ausgestoßen, denn der verwendete Strom wird aus erneuerbarer Energie gewonnen. Das ist ein Schritt in die neue Taxi-Zukunft. Sollte es irgendwann Diesel-Fahrverbote geben, werden wir gerüstet sein.“

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Auch Taxifahrer Arne Schmidt ist begeistert: „Es ist ein tolles Gefühl, in diesem Auto zu sitzen. Es ist sehr bequem, gleitet ohne Geräusch durch die Straßen und ist sicherlich auch für die Fahrgäste ein tolles Erlebnis.“ Zudem könne man nun in Sachen Umweltschutz ein gutes Gewissen haben. „Die Fahrleistung ist enorm und wir Fahrer sparen uns im Endeffekt sogar Zeit, denn wir müssen nicht tanken. Nach Schichtende werden die Taxis einfach an die Ladestation angeschlossen.“

Christoph Engler, Projektmanager für E-Taxis bei Jaguar, betonte, der Autobauer wolle mit diesem Projekt seine Leistungsfähigkeit zeigen. „Für uns ist es außerdem der Einstieg ins Taxigewerbe, und dass dies mit einem Auto geschieht, das gerade erst auf den Markt kommt, ist besonders spannend.“

A. Schmidt

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