Totales Bahn-Chaos am Montagmorgen: In Bayern fährt fast kein Zug mehr

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Nach Sensations-Raub in Laim 

Der Millionentrick: So soll Rijad K. das Geld aus dem Transporter geschafft haben

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Rijad K. entführte am 24. August 2017 einen Geldtransporter in Laim.

Mit einem Sensations-Raub sorgte Serbe Rijad K. im August 2017 für Schlagzeilen. Nun startete der Prozess in München. 

München - Es war ein Sensations-Raub! Der Serbe Rijad K. (27) entführte am 24. August 2017 einen Geldtransporter in Laim und flüchtete mit einem Komplizen und mit 1,146 Millionen Euro. Erst an der Grenze zu Serbien wurde er gefasst. Am Freitag begann der Prozess. Und K. will nun auspacken! Für einen Spezial-Deal mit Gericht und Staatsanwaltschaft will er seinen Komplizen und das Millionen-Versteck verraten. 

Spektakulärer Raub in Laim: Prozessbeginn am Freitag

Sollte Rijad K. gestehen, den Komplizen nennen und das Geld zurückbringen, muss er maximal vier Jahre ins Gefängnis, so das Gericht. K.s Anwälte betonten, ihr Mandant wolle erst am Montag aussagen. Rijad K. schwieg bisher immer hartnäckig. Noch kann er bei der Aufklärung helfen. Denn sein mutmaßlicher Komplize ist zwar bereits gefasst. Gewissheit gibt es allerdings erst nach einem DNA-Test. Spannend wurde es am Freitag trotzdem: Rijad K.s Kollegen sagten aus. 

Paul F. (24, alle Namen geändert) und Simon G. (41) saßen mit Rijad K. im Geldtransporter. K. war der Fahrer. Wie die Männer erzählten, dürfe dieser den Transporter außerhalb der Firmenzentrale niemals verlassen. Andernfalls werde ein Alarm ausgelöst. Paul F. fungierte als Geldbote, Simon G. als Geldsicherer. Aber ihr fataler Fehler spielte Rijad K. in die Karten: Eigentlich verhindert ein Sicherheitssystem, dass ein Einzelner mit dem Geld entkommen kann. Denn Geldtransporter sind mit drei Sicherheitstüren ausgestattet. Eine befindet sich in der Fahrgastzelle 

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Sensations-Raub in München: Prozess geht am Montag weiter

Die Tür führt in eine Schleuse. Nur der Fahrer kann sie bedienen. Der Geldbote und der Geldsicherer gehen hindurch, warten, bis sich die Tür wieder schließt. Erst dann lässt sich die Tür zum Tresor E öffnen. Dies gelingt jedoch ausschließlich in Kombination mit einer speziellen Chipkarte, die einer der beiden Kollegen in der Schleuse bei sich trägt. Der Fehler: Paul F. und Simon G. trugen die Karte nicht bei sich, sondern ließen sie regelmäßig in der Schleuse zurück. Gegen 7.30 Uhr traf der Transporter an der Sparkassenfiliale an der Blumenauer Straße ein. Da hatte Rijad K. seinem Komplizen schon Bescheid gegeben, wo er sich postieren soll. 

Geldbote Paul F. holte die Kassetten aus dem Transporter und betrat die Bank. Rijad K. bediente die Sicherheitstüren. Geldsicherer Simon G. holte Kaffee. Plötzlich war Rijad K. allein - und nutzte die Chance. Als seine Kollegen zurückkehrten, schafften K. und sein Handlanger an der Rolf-Pinegger-Straße über die Außentür bereits die Geldkassetten aus dem Transporter - nur 500 Meter um die Ecke! Sie hatten leichtes Spiel. In der Schleuse lag die Chipkarte, mit der K.s Komplize den Tresor öffnen konnte. So funktionierte also der Millionentrick. Den Rest wird Rijad K. am Montag selbst offenbaren müssen.

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