Entzündung im Bauch: OB Ude in der Klinik!

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Der OB mit seiner Ehefrau Edith von Welser-Ude.

München - Oberbürgermeister Christian Ude liegt mit einer Entzündung im Bauch flach. Nach einem TV-Interview am Montag waren die Schmerzen zu schlimm. Alle Termine wurden abgesagt.

Glänzend erholt war OB Christian Ude (63) vom zehntägigen Urlaub auf seiner geliebten Griechen-Insel Mykonos zurückgekehrt, sprach gut gelaunte Grußworte zum Filmfest am Freitag, zur Festspielnacht am Samstag und zum Griechisch-Bayerischen Kulturtag am Sonntag. Doch am Abend ging es dann los mit dem Bauchgrummeln. Jetzt liegt der OB in der Klinik – und das im Endspurt im Rennen um die Olympischen Winterspiele 2018. Schon am Mittwoch fällt im südafrikanischen Durban die Entscheidung!

Erst denkt der OB sich nichts bei der Verstimmung am Sonntag – kann mal vorkommen, wird schon wieder. Die Nacht verläuft gut. Am Montagmittag gibt Ude ein Fernsehinterview, in dem er die Olympia-Gegner noch als „schlechte Verlierer“ geißelte. Den Termin mit dem Bayerischen Rundfunk um 17 Uhr muss der Oberbürgermeistern dann absagen. „Ich hatte eine so schlimme Attacke, dass ich vor Schmerzen nicht stehen konnte“, sagt Ude der tz. Ein Arzt schickt ihn in die Klinik.

Dort diagnostizieren die Mediziner per Computertomographie und Ultraschall eindeutig eine Entzündung im Darm und verabreichen ihm nachts per Infusion Antibiotika gegen die Bakterien.

Am Dienstagmorgen sieht die Welt schon ganz anders aus. „Es geht mir voll akzeptabel“, sagt der OB gestern. Auch die Ärzte sind optimistisch, dass er die Klinik schon morgen wieder verlassen kann. OB-Gattin Edith von Welser-Ude ist beruhigt: „Alles nicht so schlimm“, sagt sie der tz. „Ich muss ihn aber schon wieder bremsen.“ Schließlich brauche er noch zwei Tage Ruhe.

Doch wer das Stehaufmännchen Christian Ude kennt, kann sich denken, dass das leichter gesagt ist als getan. Aktenordnerweise lässt er sich die Unterlagen ans Krankenbett schleppen, mit Vorlagen, Entscheidungen und Unterschriftenmappen – vorranging alles, was mit Olympia zu tun hat. „Die Arbeit macht mich munter“, sagt Ude.

Das Stadtoberhaupt hat seinen Humor schon wieder gefunden. „Der Zeitpunkt für die Erkrankung ist genial! Nicht im Urlaub, nicht in Südafrika“, frotzelt er. So ein Schlamassel während der Olympia-Vergabe wäre „saublöd“ gewesen.

So will Ude Donnerstag und Freitag schon wieder an Sitzungen teilnehmen und am Samstag – mit einem Tag Verspätung – Richtung Südafrika starten. So lange aber bleibt er in ambulanter Behandlung.

David Costanzo

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