Sechs Wochen nach Überfall

Münchner Rentner misshandelt: Polizei fasst Brutalo-Dieb - per Zufall

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Ein Dieb, der bei einem Renter eingebrochen war, wurde nun gefasst. (Symbolbild)

Sechs Wochen nach einem brutalen Raubüberfall auf einen Hausbesitzer in Ramersdorf hat die Zollfahndung den mutmaßlichen Täter gefasst – rein zufällig.

München - Der polnische Bauarbeiter war bereits am 10. Januar mit einem Landsmann auf der Autobahn A94 bei Töging (Landkreis Altötting) in eine Zufallskontrolle geraten. Dabei stellten die Zollfahnder fest, dass einer der beiden Autoinsassen seit Anfang November per Haftbefehl gesucht wurde.

Am Abend des 6. November hatte es um 19.15 Uhr an der Wohnungstür des Rentners in der Ottobrunner Straße geklingelt. In der Annahme, es sei der Nachbar, öffnete der Senior – da traf ihn schon der erste Schlag. Er wurde brutal zurückgestoßen und fiel zu Boden. Ohne jede Rücksicht auf das Alter des Mannes setzte sich der Täter mit seinem vollen Gewicht auf den Oberkörper des 78-Jährigen und fixierte und bedrohte ihn solange, bis das Opfer keine Kraft und auch keinen Mut mehr zur Gegenwehr hatte. 

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Der Räuber durchsuchte alle Räume, fand Münzen und auch das Silberbesteck. Der Rentner floh in einem unbeobachteten Moment zum Nachbarn. Da geriet der Pole offenbar in Panik: Auf der Flucht über die Nachbar-Balkone verlor er einen Großteil der Beute – und sein Handy. Über die privaten Daten darin wurde er rasch identifiziert.

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Der Rentner erlitt bei den Misshandlungen einen doppelten Nasenbeinbruch und kam in eine Klinik. 

Die besten und wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebook-Seite „Ramersdorf – mein Viertel“.

Dorita Plange

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