Medienbericht: Gunter Gabriel ist tot

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Hier kann man sich einsperren lassen

Trend-Spiel „Escape Rooms“: Alle Anbieter aus München im Überblick

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„Das Geisterhaus“ heißt dieses Szenario von Escape Game München. 

Wer wird schon gerne eingesperrt? Immer mehr Menschen! Und sie zahlen sogar dafür. Der erste „Escape Room“ Deutschlands eröffnete 2013 in München. Heute gibt es acht Anbieter in der Stadt. 

München - Die Menschheit von Zombies befreien, den Da Vinci Code entschlüsseln, Teil eines Sondereinsatzkommandos sein: „Escape Games“ machen erlebbar, was man sonst nur aus Filmen und Computerspielen kennt. Nicht nur Freunde und Familien legen 30 Euro oder mehr hin, um aus dem Alltag ins Abenteuer zu flüchten. Auch Firmen machen das ihren Mitarbeitern gerne schmackhaft - als Teambuilding-Maßnahme.  

Die Idee der realen Abenteuerspiele reicht ins Jahr 1988 zurück. Mit dem virtuellen Text-Adventure „Behind Closed Doors“ schuf John Wilson das Grundprinzip: Der Spieler ist in einem Raum gefangen und muss ihm durch das Lösen von Rätseln entkommen. Dem Online-Spiel „Crimson Room“ des Japaners Toshimitsu Takagi gelang 2004 der populäre Durchbruch. In die reale Welt fanden die Escape Games 2007 ebenfalls in Japan, Karriere machten sie unter anderem in den Ruinenkellern Budapests.

Brüder aus Ungarn brachten die Fluchträume nach München 

Die ungarischen Brüder Abel und Laszlo Roszas brachten die Idee nach Deutschland, im August 2013 öffnete ihr Unternehmen Hint Quest am Frankfurter Ring in München die Türen für Rätselfans - und sperrte sie in ein Ikea-Zimmer. 100 Euro für maximal 60 Minuten, um den Schlüssel zu finden. Ein tz-Mitarbeiter stellte sich dem Abenteuer im Selbstversuch. Ende 2016 sperrte Hint Quest laut einem Sprecher des Portals www.escape-game.org zu. Mittlerweile gibt es in München allerdings acht Anbieter mit über 25 geheimnisvollen Szenarien. Deutschlandweit hat Escape-game.org (Stand Februar 2017) 208 Firmen mit 426 Spielräumen in 90 Städten registriert.

Escape Game München

Einmal Kunstdieb spielen kann man bei Escape Game München. In dieser durchdesignten Wohnung müssen die Spieler ein berühmtes Bild finden. 

Escape Game München bietet acht Spielräume. Sie heißen „Das Geisterhaus“, „Die chinesische Schatulle“ oder „Dr. Frankensteins Monster“. Im Szenario „Die Kunst des Klauens“ sind die Spieler Kunstdiebe, die in einer durchdesignten Wohnung ein Millionen Dollar schweres Bild klauen sollen. Auch im Spiel „Der Zauberer“ müssen die Teilnehmer stehlen - und zwar das Elixier der Unsterblichkeit. Zu suchen ist es bei einem Zauberer, dessen Zimmer auch das Büro von Harry Potters Lehrer Professor Snape sein könnte. 

Wo? Tengstraße 20, Barer Straße 65 und Cosimastraße 131.
Was kostet‘s? Zwei Spieler zahlen je 30 Euro, ab mehreren Teilnehmern wird‘s günstiger (sechs Spieler = 108 Euro). 
Szenarien: 8
Homepage: www.escapegame-munich.de

Escape Game Art

Escape Game Art bittet in einen unerlaubten Raum des Da Vinci Museums. Logisches Denken und Teamwork sind gefragt, um dem Rückzugsort des Künstlers zu entkommen. An authentischen Requisiten wird nicht gespart. An der Wand hängt ein Elefanten-Kerzenhalter, außerdem gibt‘s jede Menge alte Bücher und einen großen Holz-Globus. Bald soll es einen zweiten Raum geben. Sein Name: „Nachtwächter im Museum“. 

Wo? Gerner Str. 17
Was kostet‘s? Zwei Spieler zahlen je 32 Euro, sechs Teilnehmer 120 Euro pro Spiel. 
Szenarien: 1 
Homepage: www.escapegame-art.de

Exit The Room     

Gefängnis, Mord, Zombies: Exit The Room setzt in den sechs Szenarien auf Schockelemente. Für einen Adrenalinkick wird man schon mal in die düstere Folterkammer im Untergeschoss der Psychiatrie geschickt. Die Veranstalter versprechen „gehirnstrapazierende Aufgaben und Abenteuer hoch drei“.

Wo? Georgenstraße 28 und Schleißheimer Straße 70 
Was kostet‘s? Das „Paar und Trio Ticket“ kostet 89 Euro, sechs Personen zahlen 119 Euro. 
Szenarien: 6 
Homepage: www.exittheroom.de

TeamEscape       

In Bücherregalen wühlen können die Spieler beim Anbieter TeamEscape - und sich einem Horrorszenario à la Saw stellen

TeamEscape gibt in 17 deutschen Städten Rätsel auf. Die Münchner Niederlassung bietet vier Räume. „Die Hofman Formel“ fordert die Spieler heraus, einen Krankheitserreger zu bekämpfen. Menschen über 16 Jahren können sich in ein Horror-Szenario à la Saw werfen. Außerdem kann man aus einer Galerie klauen oder einem Gefängnis ausbrechen. 

Wo? Hiltenspergerstraße 32 
Was kostet‘s? Zwei Spieler zahlen je 35,50 Euro, die Sechsergruppe 135 Euro. 
Szenarien: 4 
Homepage: www.teamescape.com

Mystery Rooms

Bei Mystery Rooms steht die klassische Schatzsuche auf dem Programm. Die Spieler sollen sich wie die drei Fragezeichen fühlen, wenn sie antike Gegenstände durchkämmen. Ein Agent muss man sein, um in Szenario zwei am Ende den richtigen Draht durchzuzwicken. Für die Mission Bombenentschärfung stellt der Anbieter die nötige Ausrüstung bereit. 

Wo? Landsbergerstraße 293
Was kostet‘s? Zwei bis drei Spieler zahlen je 39 Euro, vier bis sechs Teilnehmer je 33 Euro.
Szenarien: 2
Homepage: www.mystery-rooms.com

One Hour Left

„Ein teuflischer Plan ist im Gange“, verspricht der Ottobrunner Anbieter One Hour Left. Die Spieler müssen als Sondereinsatzkommando einen Verdächtigen aufhalten oder das Gedächtnis einer psychisch kranken Frau wieder zum Laufen bringen. „Hypnose/Psychose“ heißt das Szenario. Bald soll eines mit dem Titel „Kernschmelze“ hinzukommen.
Wo? Jägerweg 10, Ottobrunn 
Was kostet‘s? Zwischen 25 und 30 Euro pro Person. 
Szenarien: 2
Homepage: www.onehourleft.de

Adventure Rooms

Nur 30 Prozent der Spieler lösen die Aufgaben, sagen die Betreiber der Adventure Rooms. Wer‘s anspruchsvoll mag, sollte den Raum „Alice“ betreten - definitiv kein Wunderland. Alternativ kann man sich von „der schwarzen Dame“ gefangen nehmen lassen. 

Wo? Fürstenrieder Straße 81 und Einsteinstraße 42
Was kostet‘s? Zwei Spieler zahlen je 39,90 Euro, sechs Teilnehmer je 24,90 Euro.
Szenarien: 3
Homepage: www.adventurerooms-munich.de

CodeX

Als vier Freunde, die Spaß am Rätseln haben, stellt sich CodeX auf der Homepage vor. Mal lässt sich das Team von kultigen Horrorfilmen, mal von bekannten Krimis inspirieren. Je nach Nachfrage wechseln Thematik und Motto der Escape Games. 

Wo? Weißenseestraße 92
Was kostet‘s? In einer Fünfergruppe zahlt jeder 49,90 Euro.
Szenarien: variiert
Homepage: www.codex-munich.jimdo.com

„Wer raus will, kann das jederzeit“

Übrigens: Die Spieler sind in den Escape Rooms nicht wirklich gefangen.  „Wer raus will oder muss, der kann es auch jederzeit. Zudem haben wir euch über Videokameras im Blick – um euch einen reibungslosen Spielverlauf zu ermöglichen und euch zu supporten. Das Video wird natürlich aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht gespeichert!“, heißt es etwa bei Escape Games München. Menschen, die an Panikattacken, Herzerkrankungen oder Asthma leiden, raten die Anbieter von einem Besuch ab.

Tobias Gmach

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