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Rentnerin (65) überlebt schwer verletzt

Ex-Putzfrau rächt sich mit Hammer-Attacke

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Hier wurde die 58-Jährige attackiert.

München - Eine Putzfrau hat in Solln eine ehemalige Kundin mit einem Hammer schwer verletzt. Hintergrund ist offenbar ein Zerwürfnis: Die 65-jährige Rentnerin hatte die 58 Jahre alte Reinigungskraft beschuldigt, sie bestohlen zu haben.

Die Täterin sitzt nun wegen versuchten Mordes in Haft.

Wie die Polizei erst gut zwei Tage nach der Tat mitteilte, hatte die Beschuldigte am Mittwochmorgen bei der ehemaligen Kundin in einer kleinen Straße in Solln geklingelt. Als die Seniorin arglos die Tür öffnete, stürmte die Angreiferin sofort auf sie los. Nach Angaben des Opfers hat die 58-Jährige ohne jegliche Vorwarnung mehrfach mit einem mitgebrachten Hammer auf den Kopf der Rentnerin eingeschlagen. Dieser gelang es anfangs, zumindest einigen Hieben auszuweichen, irgendwann sackte die 65-Jährige jedoch schwer blutend auf dem Boden zusammen.

Erst jetzt ließ die Beschuldigte von weiteren Attacken ab, doch statt zu flüchten, soll sie an ihrem Opfer vorbei ins Obergeschoss des Wohnhauses gelaufen sein. Ob sie dort etwas entwendete, ist derzeit nach Angaben der Polizei noch nicht abschließend geklärt. Offenbar hat sie dort aber wohl Schmuck geraubt. Wenig später sei die Beschuldigte wieder zurück ins Erdgeschoss gekommen und an dem Opfer vorbei aus dem Haus gelaufen. Ob sie davon ausging, dass die Frau tot war, ist unklar.

Der Schwerverletzten gelang es anschließend, sich zum Telefon zu schleppen und Hilfe zu rufen. Als die Rettungskräfte in Solln eintrafen, konnte die 65-Jährige noch vor ihrem Abtransport den Namen der Täterin nennen. Im Krankenhaus stellten die Ärzte eine Vielzahl von Verletzungen am Schädel der Rentnerin fest. Die Frau musste an mehreren Stellen genäht werden. Inzwischen ist die Seniorin aber wieder auf dem Weg der Besserung – sie liegt im Krankenhaus auf einer normalen Station.

Gegenüber der tz sagte die 65-Jährige am Freitag: „Ich habe aber immer noch starke Schmerzen. Ich sehe ganz fürchterlich aus und traue mich gar nicht mehr, unter Menschen zu gehen – ich muss jetzt wohl eine Perücke tragen, wenn ich aus dem Haus gehe.“ Die behandelnden Ärzte hatten der Seniorin den Kopf komplett rasieren müssen, um die vielen Verletzungen nähen zu können.

Die Ermittlungen in dem Fall hat die Münchner Mordkommission übernommen. Im Haus des Opfers konnten die Beamten die zurückgelassene Tatwaffe sicherstellen. Die derzeit arbeitslose Reinigungskraft wurde wenig später an ihrer Wohnung festgenommen und vernommen. Zu Inhalten ihrer Aussagen wollte die Polizei am Freitag auf Nachfrage keine genauen Angaben machen. Der Ermittlungsrichter hat mittlerweile aber Haftbefehl wegen versuchten Mordes erlassen. Die Ermittlungen dauern noch an.

Im Raum stehen dem Vernehmen nach als Motiv Habgier und Rache. Nach tz-Informationen hatte die Seniorin ihre Ex-Putzfrau wegen Diebstahls angezeigt. Vor dem Münchner Amtsgericht war die 58-Jährige darum zu einem Jahr und drei Monaten auf Bewährung verurteilt worden. Nun drohen ihr wegen versuchten Mordes viele Jahre in Haft.

Von Sven Rieber

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