Florence + The Machine in München: Wenn die Elfe predigt

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Florence Welsh, hier bei einem Konzert in Manchester

München - Florence Welch gastierte mit der Band Florence + the Machine in der ausverkauften Tonhalle und sorgte für einen kollektiven Anbetungszustand ihrer Fans.

Eine Elfe steht dort oben auf der Bühne der ausverkauften Tonhalle: Das Abendkleid hat bodenlange Walle-Ärmel, ein warm-weißer Lichtschein umgibt sie. Florence Welch von Florence + the Machine spricht nicht einfach zu ihren Fans, sie haucht. Und diese saugen jedes Wort in sich auf.

Wenn die neue Gospel-Soul-Alles-Queen mit ihrem Bombast-Sound loslegt, zelebriert sie das Ganze wie eine Kirchen-Predigt. Schwere Themen wie Tod oder Trennung versieht sie mit hämmerndem Schlagzeug und Pathos – die Folge: ein kollektiver Anbetungszustand ihrer Fans. Ihre Jünger brauchen am Ende gleich mehrere Hüpf-Aufforderungen, um wieder in der Realität anzukommen.

Diese Gemeinde wird weiter wachsen, doch ist der Hype einer Elfe unwürdig. Sie sollte sich rar machen. Nach München kommt sie erst wieder am 22.11., dann ins Zenith.

Angelika Mayr

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