Anmeldung bis 11. April möglich

Münchner Eltern, beeilt euch mit der Kita-Bewerbung: Das alles ist jetzt wichtig

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Ohne Bewerbung läuft nichts: Für einen Betreuungsplatz wie hier in einer Krippe müssen Eltern sich ganz schön bemühen.

Viele Eltern fiebern der Platzvergabe für Krippen, Kindergärten und Horte entgegen. Noch bis 11. April läuft die Bewerbung über den Kita-Finder+, das Online-Portal der Stadt. Wir haben Antworten auf die wichtigsten Fragen.

München - Derzeit sind 1402 Kindertageseinrichtungen im Kita-Finder+ zu finden. 80 Prozent aller Plätze in München werden über dieses System vermittelt.

Wann und wie erfahre ich, ob mein Kind einen Platz bekommen hat?

Die Platzvergabe startet gleich am 12. April und erfolgt dann kontinuierlich. „Die Zusage bekommt man sowohl schriftlich als auch als Nachricht im Postfach des Elternkontos“, sagt Ulrich Lobinger, Sprecher vom Bildungsreferat. Achtung: Eine Zusage bleibt für zehn Tage gültig. Innerhalb dieser Frist muss man sie im Elternportal annehmen, sonst wird der Platz weiter vergeben. Solange Eltern nicht annehmen, können auch noch weitere Zusagen erfolgen.

Nach welchen Kriterien werden die Plätze vergeben?

Die Plätze in städtischen Kitas werden nach unterschiedlichen Rang- und Dringlichkeitsstufen gemäß den Vorgaben der städtischen Kindertageseinrichtungssatzung verteilt. Dazu zählt etwa das Alter des Kindes, ob und in welchem Umfang die Eltern berufstätig sind (auch die Arbeitssuche mit entsprechender Bestätigung des Jobcenters zählt), bei Schulkindern, ob sie im zugeordneten Schulsprengel wohnen. Nicht satzungsgebundene Träger, etwa private Krippen, haben ihre eigenen Platzvergabekriterien - am besten in der jeweiligen Einrichtung nachfragen.

Kann ich schon jetzt einsehen, wie meine Chancen stehen?

Im Elternportal wird die Platzsituation in der jeweiligen Einrichtung zum gewünschten Betreuungszeitpunkt über ein Ampelsystem angezeigt. Grün bedeutet: Es sind Plätze frei. Gelb: Es sind Plätze frei, aber mehrere Kinder auf der Warteliste. Rot: Es sind keine Plätze frei. Doch Vorsicht: Eine grüne Ampel heißt nicht automatisch, dass man einen Platz bekommt. „Es wird nicht jeder einzelne Platz angezeigt, sondern eine Tendenz - sie orientiert sich aber am gewünschten Betreuungsbeginn und am Alter der Kinder“, sagt Lobinger.

Muss ich mein Kind für jede „Station“ neu anmelden: Krippe, Kindergarten oder Hort?

Ja. „Die Eltern müssen ausdrücklich ihren Willen erklärt haben, dass das Kind eine Einrichtung des nächsthöheren Altersbereichs besuchen soll und welche konkreten Einrichtungen hierfür im Hinblick auf ihr elterliches Wunsch- und Wahlrecht infrage kommen“, sagt Lobinger. Immerhin: Die Daten des Kindes bleiben im System erhalten.

Jetzt aber schnell: Bis 11. April sind Anmeldungen in Kitas möglich.

In wie vielen Einrichtungen soll ich mein Kind anmelden?

Generell gilt: Je mehr Einrichtungen, desto höher die Chancen. Im Schnitt sind die Kinder in der Stadt München in vier Einrichtungen vorgemerkt.

Welchen Einfluss hat der Zeitpunkt der Anmeldung auf die Platzvergabe?

Keinen - zumindest in den städtischen Einrichtungen. Hier gilt: Alle bis zum Stichtag eingegangenen Anmeldungen werden als gleichzeitig eingegangen behandelt. Ulrich Lobinger: „Damit hat der konkrete Zeitpunkt der Anmeldung, sofern diese rechtzeitig erfolgt ist, keine Auswirkungen auf die Chancen bei der Platzvergabe.“

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Wann und wie muss ich den Nachweis über die Arbeitszeit erbringen?

In den städtischen Einrichtungen muss der Nachweis im Rahmen des Aufnahmegesprächs vorgelegt werden, das nach der Annahme der Platzzusage vereinbart wird. Bei Angestellten ist das eine offizielle Bestätigung des Arbeitgebers über den Umfang der Berufstätigkeit, bei Selbstständigen eine schriftliche Selbstauskunft. Bei Arbeitssuchenden muss eine Bestätigung des Jobcenters vorliegen.

Was, wenn ich erst nach Krippenbeginn wieder ins Berufsleben einsteige und noch keinen Arbeitsnachweis habe?

Wenn Eltern erst später wieder zu arbeiten beginnen, kann auch das berücksichtigt werden – allerdings muss der Nachweis dann bis zu zwei Monate nach dem vorgesehenen Eintrittszeitpunkt des Kindes erbracht werden. Wer etwa erst im Januar mit der Arbeit anfängt, kann bei der Platzvergabe im September nicht berücksichtigt werden. Hier empfiehlt es sich, das Kind unter dem Jahr anzumelden.

Arbeitszeit aufstocken

Ich möchte meine Arbeitszeit aufstocken, wenn mein Kind im Kindergarten ist. Kann ich die Betreuungszeit dementsprechend erhöhen, wenn ich einen Platz habe?

Nein, einen automatischen Anspruch auf eine Erhöhung der Betreuungszeit gibt es nicht. Eltern müssen eine Veränderung der Buchungszeit beantragen, über die individuell entschieden wird.

Was mache ich, wenn mein Kind leer ausgeht?

Voraussichtlich im Juni werden alle Eltern ohne Platz angeschrieben und über die Möglichkeiten informiert, sich noch gezielt bei Einrichtungen mit freien Plätzen anzumelden. Unterstützung gibt es bei der Kita-Elternberatung (089/23 39 67 71) oder bei der Elternberatung für die Grundschulen (089/23 39 67 74).

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Lesen Sie den viel beachteten Gastbeitrag aus unserem Archiv: Münchner Mutter erzählt: "Die Kita-Suche macht mich fertig."

Christina Meyer

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