Gericht schickt Lkw-Fahrer in die Psychiatrie

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Lkw-Fahrer Christian G. fühlte sich von der Mafia verfolgt

München - Brummi-Fahrer Christian G. muss in der Psychiatrie bleiben! Der 34-jährige Rumäne hatte am 3. Juni 2011 mit seinem 37-Tonner in München eine Spur der Verwüstung hinterlassen.

Richter Norbert Riedmann, Vorsitzender der 2. Strafkammer, hält den Angeklagten für psychisch krank und für gefährlich. „Es hätte Tote geben können“, so Riedmann.

Die Amokfahrt des Rumänen – Speditionskaufmann Bernd B. (47) hat sie vom Irschenberg bis nach München verfolgt: „Er hat mehrfach versucht, Autofahrer in die Leitplanke zu jagen.“ Der Angeklagte glaubte indessen, er werde von der Mafia verfolgt.

Per Handy hatte Bernd B. die Polizei informiert. Auf deren Rat setzte er sich hinter den Sattelzug. „Ich habe keinen Streifenwagen gesehen“, erzählte er der tz. Am Autobahnende zum Innsbrucker Ring donnerte der Lastzug bei Rot über die Ampel und fuhr einen Opel zu Schrott. Dann nahm er den BMW von Bernd B. aufs Korn: „Ich bin auf den Gehweg ausgewichen, das war die einzige Chance, nicht zermalmt zu werden“, so Bernd B.

Doch Christian G. zog den Lkw ebenfalls auf den Gehweg und rammte den BMW. „Zum Glück wurde ich nach rechts weggeschleudert“, sagt das Opfer. „Seit dem Vorfall leidet meine Frau unter Panikattacken.“ Der Brummi fuhr noch Ampeln platt und durchbrach eine Mauer. Danach flüchtete der Fahrer zu Fuß in eine Gaststätte.

E. Unfried

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