„Symbolaktion“?

MVV-Gratis-Monat: Warum die Maßnahme vielen sauer aufstößt

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Bisher zahlen Kunden für ihr Jahresabo den Preis von zehn Monaten. Wer bis zum 1. Juli 2018 ein IsarCard-Jahresabo abschließt, zahlt dafür dann den Preis von neun Monaten.

Mit einer Million Euro bezuschusst der Freistaat Bayern die Maßnahme, dass Neukunden beim Erwerb einer MVV-Jahreskarte einen kostenlosen Monat dazu erhalten. Doch was ist mit den Bestandskunden?

München - Jetzt kommt der Gratis-Monat! Die Staatsregierung spendiert IsarCard-Nutzern einen zusätzlichen Gratismonat -  das Angebot gilt allerdings nur für Neukunden. Wer bereits eine Jahres-Dauerkarte für den MVV besitzt, schaut in die Röhre. Der Fahrgastverband Pro Bahn spricht deshalb von einem Marketing-Gag. 

Bisher zahlen Kunden für ihr Jahresabo den Preis von zehn Monaten. Wer bis zum 1. Juli 2018 ein IsarCard-Jahresabo abschließt, zahlt dafür dann den Preis von neun Monaten. Bayerns Verkehrsministerin Ilse Aigner betont: „Wir wollen mehr Bürger für den öffentlichen Nahverkehr begeistern. Ich sehe darin außerdem einen wertvollen Beitrag zur Luftreinhaltung.“ Dafür nimmt der Freistaat eine Millionen Euro in die Hand. 

Zuschauer bohren nach – wieso kommt es täglich zu Störungen?

Andreas Barth vom Fahrgastverband Pro Bahn hält eine solche Werbeaktion für nicht zielführend. „Wir haben in München nicht das Problem, dass die Öffentlichen Verkehrsmittel leer sind“, sagt Barth. Außerdem sei es ein Hohn, dass ausgerechnet die treuen MVV-Kunden, die seit Jahren Bus und Bahn fahren, nicht vom Rabatt profitieren. Ihnen steht das Angebot auch bei einer Kündigung des Abos und einem Neuabschluss nicht offen. Kunden, die in den vergangenen zwölf Monaten bereits ein IsarCard-Abo hatten, sind ausgeschlossen. Barth fordert: „Statt für eine solche Symbolaktion sollten wir das Geld lieber für die Erweiterung und Verbesserung des Angebots benutzen.“ 

Video: Neue Fahrkarten-Betrugsmasche macht gutgläubige Schnäppchenjäger zu Kriminellen

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Marc Kniepkamp

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