Der große tz-Bevölkerungsreport

+
Dank der Neu-Münchner bleibt die Stadt jung.

München - München bleibt ein Menschenmagnet. Die Stadt liegt nicht nur in der bisherigen Einwohnerentwicklung auf dem ersten Platz aller Landkreise weit und breit. Lesen Sie hier den großen tz-Bevölkerungsreport.

München bleibt ein Menschenmagnet. Die Stadt liegt nicht nur in der bisherigen Einwohnerentwicklung auf dem ersten Platz aller Landkreise weit und breit – immer mehr Menschen kommen Tag für Tag zum Arbeiten in die Stadt. Das zeigt eine neue Statistik des Planungsverbands Äußerer Wirtschaftsraum. Pendlerrekord!

Wunderschön: München bei Föhn

dfdfdf

Einwohner: Während der Freistaat nahezu bei seinen rund 12,5 Millionen Einwohnern mit einem Plus von nur 0,6 Prozent verharrt, wächst das Umland und noch stärker die Stadt. In den benachbarten Landkreisen stieg die Einwohnerzahl seit 2005 um 3,2 Prozent, in München lag die Quote bei 7,4 Prozent sogar mehr als doppelt so hoch! Andere Landkreise wie etwa Weilheim-Schongau müssen gegen einen Rückgang ankämpfen.

Alter: Auch die Bevölkerung in der Stadt altert – aber lange nicht so schnell wie die im Umland. Immer mehr Zuzügler verpassen der Stadt eine anhaltende Frischzellenkur. Heute liegt das Durchschnittsalter bei 41,6 Jahren.

Woher kommen die Namen der Münchner Stadtteile?

Münchner Vororte und Stadtteile: Das bedeuten ihre Namen

Wohnungen: Da kann der Neubau kaum mithalten – auch wenn immer neue Bleiben dazukommen. Ein wichtiger Faktor für den Wohnungsmangel wird in der Statistik deutlich: In der Stadt sind Wohnungen schlecht ausgelastet. In München leben im Schnitt nur 1,8 Menschen in einer Wohnung, im Umland sind es 2,3 – 28 Prozent mehr! Folge: Dort werden weniger Apartments benötigt.

Pendler: Vielleicht ist das der größte Beweis der Wirtschaftskraft der Stadt. Die Zahl der Pendler in die Büros und Firmen dieser Stadt lag zuletzt mit 318 014 so hoch wie nie – vor 20 Jahren waren es noch rund 40 000 weniger. Damit ist nur noch fast jeder zweite sozialversicherungspflichtige Arbeitsplatz in der Stadt auch mit einem Münchner besetzt. Ebenso gestiegen ist die Zahl der Münchner, die in die Landkreise zur Arbeit pendeln. Zuletzt waren es 129 907 – vor 20 Jahren waren es noch rund 50 000 weniger. Folge: S-Bahnen und Straßen werden immer voller!

Für Olympia 1972: Vor 40 Jahren war hier die größte Baustelle

Für Olympia: Anfang der 70er war hier die größte Baustelle Europas

Wirtschaftsleistung: Die Beschäftigten und die Betriebe in München sind Spitze. Sie schaffen gemessen am Bruttoinlandsprodukt mehr als in fast allen Landkreisen der Region und erst recht des Freistaats – in der Region sind nur der Landkreis München und Starnberg stärker. Aber: Ganz oben wird die Luft dünn. So verzeichnete München bis zum Krisenjahr 2009 ein deutlich geringeres Wachstum als das Umland. Trotz eines Einbruchs lag auch 2009 das Nettoeinkommen der Münchner mit 22 981 Euro über dem in der Region (22 780 €) und dem in Bayern (20 056 €).

Prognose: Bis 2030 erwarten die Statistiker 180 000 bis 200 000 neue Einwohner – München hätte dann mehr als 1,5 Millionen Bürger

DAC

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

MVG-Offensive: So soll der Nahverkehr besser werden
MVG-Offensive: So soll der Nahverkehr besser werden
Bus-Streik in München: Das erwartet Fahrgäste am Dienstag
Bus-Streik in München: Das erwartet Fahrgäste am Dienstag
Miriams Samen-Streit vor Gericht: Jetzt herrscht wohl Gewissheit
Miriams Samen-Streit vor Gericht: Jetzt herrscht wohl Gewissheit
Feueralarm im Kiesselbach-Tunnel: Mega-Stau auf dem Ring
Feueralarm im Kiesselbach-Tunnel: Mega-Stau auf dem Ring

Kommentare