Dauerhafte Maßnahme diskutiert

Brennpunkt Hauptbahnhof: Spricht das KVR jetzt ein drastisches Verbot aus?

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Bisher ist Alkohol am Hauptbahnhof zwischen 22 und 6 Uhr tabu. Jetzt wird eine Ausweitung geprüft.

Ein erstes Verbot am Münchner Hauptbahnhof zeigt schon erste Wirkung. Wird daher das Alkoholverbot rund um die Uhr ausgesprochen? 

München - Das Alkoholverbot am Hauptbahnhof könnte bald rund um die Uhr gelten. Das Kreisverwaltungsreferat prüft eine Ausweitung der geltenden Regelung, weil die Kriminalität zurückgegangen ist. Bisher ist Alkohol zwischen 22 und 6 Uhr tabu. 

Der Stadtrat ist noch gespalten in seiner Meinung. Möglich wäre ein dauerhaftes Alkoholverbot aufgrund des neuen Polizeiaufgabengesetzes. KVR-Sprecher Alexander Stumpf sagt, der Erfolg lasse sich an der polizeilichen Kriminalstatistik ablesen. 

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So seien im Jahr 2016 noch 263 Delikte verzeichnet worden, die am Hauptbahnhof nachts unter Alkoholeinfluss begangen wurden. Im Vorjahr seien es 203 gewesen. Rohheitsdelikte wie Raub und Körperverletzung gingen im gleichen Zeitraum von 155 auf 92 Fälle zurück. Auch das Problem mit der Stehtrinkerszene habe sich gebessert. 

Erst 411 Ordnungswidrigkeiten-Verfahren in 2018

Hatte die Polizei im Jahr 2017 noch 1081 Ordnungswidrigkeiten-Verfahren wegen Verstoßes gegen die Alkoholverordnung eingeleitet, waren es 2018 bisher erst 411 (Stand: 2. August). Die Leute seien einsichtiger geworden, so Stumpf. Ob ein rund um die Uhr gültiges Verbot Sinn mache, werde derzeit überlegt, berichtet Stumpf. Noch liege kein Ergebnis vor.

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Evelyne Menges, stellvertretende Vorsitzende der CSU-Stadtratsfraktion, würde eine zeitliche Ausdehnung des Verbots befürworten. Ob es gleich rund um die Uhr sein müsse, hänge von den polizeilichen Erkenntnissen ab. Auch die SPD will die Expertise von KVR und Polizei abwarten. „Wir diskutieren das Thema ergebnisoffen“, sagt Fraktionsvize Christian Vorländer. Grüne und FDP sind der Meinung, dass der geltende Zeitrahmen zwischen 22 und 6 Uhr vollkommen ausreiche. 

K. Vick

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