Heißes Wasser soll München einheizen

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Im Kraftwerk Riem wird bereits jetzt mit dem heißen Thermalwasser geheizt

München - Die Münchner Wärmeversorgung soll bis 2040 umweltfreundlicher werden – und zwar mittels eines Rohstoffes, der massenweise direkt unter München sprudelt: heißes Thermalwasser!

Jetzt schon besteht die Münchner Wärmeversorgung zu 25 Prozent aus Fernwärme, die bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe entsteht. Bis 2040 soll diese Fernwärme zu 100 Prozent aus Erneuerbaren Energien bestehen. Welche Rolle das heiße Wasser dabei spielt, erklärte gestern Stadtwerke-Chef Kurt Mühlhäuser: „Tief unter München sitzt ein riesiges Heißwasservorkommen. Wir pumpen dieses Wasser an die Oberfläche und erzeugen so Wärme.“

Seit 2004 heizt eine solche Anlage schon die Messestadt Riem, eine weitere entsteht bis 2014 in Freiham. Der weitere Ausbau dieser Energienutzung werde vorangetrieben. Damit diese Art der Wärmeerzegung keinen Eingriff in das Ökosystem darstellt, führen die Anlagen das abgekühlte Wasser wieder in die Tiefe zurück.

Etwa 70 Prozent der Fernwärme sollen so bis 2040 aus heißem Thermalwasser erzeugt werden, die restlichen 30 Prozent bestehen aus den grünen Brennstoffen Biogas und Windgas. Läuft alles nach Plan, ist München 2040 die erste deutsche Stadt, die ihre gesamte Fernwärme aus Erneuerbaren Energien speist.

har

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