In England unter dem Hammer

Das ist Hitlers Münchner Adressbuch

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Das Münchner Adressbuch von Nazi-Diktator Adolf Hitler wird in England versteigert.

München - Im englischen Ludlow kommt demnächst das Münchner Adressbuch von Nazi-Diktator Adolf Hitler unter den Hammer. Es stammt aus  dem Jahr 1931. Wir zeigen einige Bilder.

Hitler ist in dem Buch auf Seite 413 als wohnhaft Prinzregentenplatz 16/2 aufgeführt. Im zweiten Stock unterhielt er in dem Bogenhausener Haus eine Privatwohnung. Als Berufsbezeichnung ist "Schriftsteller" vermerkt. Denn: Hitler hatte mit seiner Haß-Schrift "Mein Kampf" einen Bestseller gelandet. 

Dazu gibt es einen originalen Kaufbeleg des Adressbuches vom Dezember 1931. Diesen hat Hitler selbst unterzeichnet.

Das Buch stammt aus einer Sammlung von persönlichen Gegenständen Hitlers, die sich dessen Münchner Haushälterin Anni Winter angeeignet hatte. Am 29. April 1945, dem Vortag seines Selbstmordes, hatte der "Führer" ein entsprechendes Testament verfasst.

Das ist Adolf Hitlers Münchner Adressbuch

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Als Anni Winter einiges aus dem Nachlass im Jahr 1950 in München an einen Amerikaner für die damals astronomisch hohe Summe von 200.000 US-Dollar verkaufen wollte, griff die Polizei ein und beschlagnahmte die Sachen. Die frühere Haushälterin zog vor Gericht. Im März 1953 sprachen die Richter ihr einen Teil des Nachlasses zu. Winter hatte glaubhaft versichern können, dass diese Gegenstände schon vor dem Tod Hitlers in ihrem Besitz waren.

Das Adressbuch des Diktators hatte sie später einem privaten deutschen Sammler gegeben, der dieses nun versteigern lässt.

So begann der Zweite Weltkrieg

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Auktionator Richard Westwood-Brookes, der das Adressbuch für das Auktionshaus "Mullock's" in Ludlow versteigern wird, rechnet mit einem Kaufpreis von bis zu 5.000 Pfund (knapp 6.000 Euro). Er betont: "Hier handelt es sich um ein einzigartiges Dokument, das Hitler gehörte, als er 1931 in München lebte. Darin sind mehrere Briefe seiner Verleger und es enthält auch Hitlers Unterschrift."

Fragt sich nur, wer so viel Geld für die Nazi-Devotionale ausgibt?

fro

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