Tochter (7) verbrennt im Ford

Warum verunglückte die Münchner Familie? Polizei: „Wir ermitteln jetzt in alle Richtungen“

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Die Unfallstelle in der Nähe von Lostallo im Kanton Graubünden.

Sie wollten im Korsika-Urlaub entspannen, dann passierte auf dem Heimweg etwas Schreckliches. Eine Münchner Familie ist in der Schweiz auf der Rückreise verunglückt - die siebenjährige Tochter verbrennt im Auto.

München/Graubünden - Andreas F. (41, alle Namen geändert) fuhr schon ganz in der Früh los. Er wollte mit seinen beiden Töchtern (4, 7) zurück nach München. Doch dort kommen sie nie an. Auf dem Rückweg verliert der Jurist in der Schweiz die Kontrolle über sein Auto, es überschlägt sich. Die siebenjährige Mia kann nicht mehr aus dem Fahrzeug befreit werden. Sie stirbt an der Unfallstelle.

Die Mutter (45) der beiden Mädchen, eine Anwältin, ist bereits früher mit dem Flugzeug nach Hause geflogen. Gemeinsam waren die Vier auf Korsika im Urlaub. Kurz nach 10 Uhr fährt der Jurist aus der Isarvorstadt im Ford C-Max auf der Autobahn 13 in Richtung Mesocco GR. Die Straße ist gerade, es regnet nicht. Ungefähr einen Kilometer nach der Anschlussstelle Lostallo GR kommt Andreas F. nach Angaben der Polizei in einer langgezogenen Linkskurve rechts von der Fahrbahn ab. Das Auto durchbricht einen Wildschutzzaun, überschlägt sich mehrfach und bleibt auf dem Dach liegen.

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Landwirte leisten Erste Hilfe

Das Auto fängt sofort Feuer. Zwei Landwirte, die unweit der Unfallstelle wohnen, leisten sofort Erste Hilfe, ebenso wie andere Autofahrer, die das brennende Fahrzeug sehen. In letzter Sekunde ziehen sie den 41-Jährigen und die vierjährige Mara aus dem Auto. Doch Mia steckt im Wrack fest. Die Helfer können sie nicht befreien. Das Mädchen stirbt im Fahrzeug.

Der Vater kommt mit schweren Verbrennungen in eine Klinik. Die jüngere Tochter erleidet leichtere Verletzungen. Die Kantonspolizei Graubünden und die Staatsanwaltschaft ermitteln nun, wie es zu der Tragödie kommen konnte. „Wir sprechen von einem Selbstunfall, das heißt, dass niemand anderer daran beteiligt gewesen ist“, sagt Mediensprecher Roman Rüegg von der Kantonspolizei Graubünden. „Wir ermitteln jetzt in alle Richtungen. Auch Übermüdung oder Sekundenschlaf müssen in Betracht gezogen werden.“

Die Nachbarn der Familie in der Isarvorstadt können die Tragödie kaum fassen. „Wir sind erschüttert“, erzählt eine Nachbarin der Schweizer Tageszeitung Blick. „Der Vater ist ein Hausmann.“ Er sei mit seiner jüngeren Tochter durch die Isarvorstadt spaziert, war in der Eisdiele und beobachtete Trams, während Mia in der Schule war. Die Nachbarin sagt: „Er hat sich so liebevoll um die Kinder gekümmert.“

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