Streit seit elf Jahren

„Boot“-Kameramann will mehr Geld

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Wolfgang Petersens Film „Das Boot“ ist ein Klassiker. 

Jost Varcano, der Kameramann des Kult-Film „Das Boot“, streitet seit über zehn Jahren um den Lohn für seine Arbeit. Jetzt landet der Fall vor dem OLG. 

München - Wolfgang Petersens (76) Kassenschlager Das Boot von 1981 brachte seinen Machern Millionen ein, nur einer ging fast leer aus: Kameramann Jost Vacano wurde zwar für den Oscar nominiert – für seine Arbeit erhielt er eine Pauschale von gerade mal 92 000 Euro. Allein die Bavaria Film Tour soll von 1995 bis 2013 mit dem legendären Film über 40 Millionen erzielt haben.

Das Landgericht hat Vacano in erster Instanz bereits 474 000 Euro zugesprochen – ihm war das zu wenig, der Bavaria zu viel. Der Rechtsstreit geht also in die nächste Runde. Am Donnerstag verhandelte das Oberlandesgericht (OLG) den Fall.

Jost Vacano (83, r.) hat Forderungen.

Bereits vor elf Jahren zog Jost Vacano vor Gericht und forderte mehr Geld. Er berief sich damals auf den gerade eingeführten sogenannten Fairness-Paragrafen im Urheberrecht: Demnach wird nachvergütet, wenn das Werk überproportional viel eingespielt hat.

Und darauf beruft er sich noch heute. Jetzt muss das OLG entscheiden, wie groß der Anteil des Kameramanns am Meisterwerk ist – und diesen Anteil mit Geld aufwiegen. Das Urteil steht noch aus.

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tos

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