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Zu viele Autos in der Stadt

Kampf gegen das KVR-Chaos: 70 neue Stellen geplant

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Besucherstau am KVR soll es künftig nicht mehr geben.

Car-Sharing, Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel, Diesel-Fahrverbot? In München wird viel über den Mobilitätswandel diskutiert. Doch die Praxis sieht anders aus. Die Zahl der zugelassenen Autos steigt weiterhin rapide. Das KVR stockt jetzt sogar seine Personaldecke auf!

München - Jeder hat es schon einmal erlebt: Lange Warteschlangen im Kreisverwaltungsreferat (KVR). Vor allem bei der Fahrzeugzulassungs- und bei der Führerscheinbehörde ist dies der Fall. Der Einwohnerzuwachs von 25.000 bis 30.000 Bürgern pro Jahr trägt maßgeblich dazu bei, dass die Mitarbeiter im KVR vielfach überlastet sind. Schon im Vorjahr hatte der Stadtrat eine Personaloffensive mit 270 neuen Stellen beschlossen, um die Wartezeiten im Bürgerbüro zu reduzieren. Das Hauptgebäude an der Ruppertstraße wird dafür aufgestockt.

Nun wird also auch die Personaldecke bei der Zulassungs- und Führerscheinstelle errechnet. Die Stadt hat einen Mehrbedarf von 70,9 Stellen errechnet. Die Personalkosten in dieser Behörde erhöhen sich daher ab 2017 um etwa 2,34 Millionen Euro pro Jahr. Dies sei notwendig, um zumutbare Wartezeiten für die Bürger – auch in Spitzenzeiten – zu gewährleisten, heißt es vom KVR. Man wolle jedenfalls zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Mehr Bürgerservice und eine Entlastung der KVR-Mitarbeiter. Die Stellenmehrung soll am heutigen Dienstag im Kreisverwaltungsausschuss des Stadtrats beschlossen werden. Ein Großteil der Stellen wurde bereits besetzt, am Dienstag geht es um elf weitere Stellen.

Mehr Zuzug, mehr Fahrzeuge

Zieht man die Zulassungszahlen zu Rate, wird der Ansturm aufs KVR verständlich. Die Formel ist relativ simpel: Mit dem Zuzug steigt auch die Zahl der Autos rapide. Waren Ende 2013 noch etwa 768.000 Fahrzeuge in München gemeldet, so sind es nun schon rund 868.000 – ein Anstieg um 100.000 binnen drei Jahren. Die Zahl der Pkw stieg von 664.645 auf 713.236. Auch bei der Zulassung fabrikneuer Kraftfahrzeuge geht die Kurve klar nach oben. Im Jahr 2013 lag die Zahl bei 174.102 Autos, 2016 waren es bereits 216.124.

Laut KVR dröselt sich der Stellenmehrbedarf im Wesentlichen so auf: 46,5 Stellen für die Abwicklung des Kundenaufkommens, 7,7 neue Stellen auf der Führungsebene, 4,0 Stellen für IT-Fachaufgaben und 5,3 Stellen, um Krankheitszeiten auszugleichen. Die Krankheitsquote des Kreisverwaltungsreferates liegt mit 20,4 Arbeitstagen über dem stadtweiten Durchschnitt von 17,2 Arbeitstagen. Bei der Fahrzeugzulassungs- und Fahrerlaubnisbehörde ergab die statistische Erhebung sogar einen Wert von 22,06 Arbeitstagen krankheitsbedingter Fehlzeiten.

Personalsuche ist schwierig

Nach Angaben der Stadt ist es gar nicht so einfach, neues Personal zu gewinnen. Dies gestalte sich seit Jahren zunehmend schwieriger. Ausschreibungen seien daher Zug um Zug für weitere Bewerberkreise – unter anderem für Bürokaufleute – geöffnet worden. Die bisherigen Erfahrungen, so das KVR, seien positiv, wenngleich der Einarbeitungsprozess aufgrund der Doppelbelastung durch die Teilnahme an Lehrgängen groß sei.

Ein weiteres Problem: Aufgrund der derzeit begrenzten räumlichen Kapazitäten an der Eichstätter Straße kann die Personalmehrung nur Zug um Zug realisiert werden. Ein Neubau auf dem Nachbargrundstück an der Ludwigshafener Straße soll Abhilfe schaffen. Doch die Realisierung dürfte noch einige Zeit dauern. Das KVR rechnet erst im Jahre 2022 mit der Fertigstellung. 

Lesen Sie auch: Kampf gegen Computer-Chaos im KVR - Technik-Minister soll her

Klaus Vick

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