„Nicht genehmigungsfähig“

Kein WLAN für die U-Bahn: Das sind die Gründe dafür

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Der U-Bahnhof Westpark

An Münchner U-Bahnhöfen wird es vorerst kein WLAN geben. Die Regierung von Oberbayern halte eine Ausweitung des Angebots auf Bahnsteige aus mehreren Gründen nicht für „nicht genehmigungsfähig“.

München - Dass es kein WLAN geben wird, teilte das Referat für Arbeit und Wirtschaft mit. Die Rathaus-Grünen bringt die Absage auf die Palme. 2014 hatte die Stadtratsfraktion beantragt, die Stadtwerke sollten das städtische M-WLAN auf die Sperrengeschosse der U-Bahn sowie auf Trams und Busse ausweiten. Aktuell können die Bürger an rund 25 öffentlichen Plätzen, in zehn Bussen und an sechs Tramhaltestellen über das Gratis-Internet surfen. 2017 beschloss der Stadtrat, eine Ausweitung nur auf die Sperrengeschosse sei zu teuer – und wollte prüfen lassen, ob WLAN nicht gleich im ganzen U-Bahnhof installiert werden könnte.

Daraufhin meldeten die Stadtwerke einen Probebetrieb am U-Bahnhof Theresienwiese an. Hierzu teilte die Technische Aufsichtsbehörde der Regierung von Oberbayern mit: Sie könne sogar eine WLAN-Bereitstellung in Sperrengeschossen nicht generell genehmigen – aufgrund von Sicherheitsbedenken. Die Behörde fürchtet, WLAN in Sperrengeschossen könnte zu einem „Anwachsen von Personenzahlen“ führen, weil man dort wettergeschützt sei. Dies könnte die Sicherheit der wartenden Fahrgäste gefährden. Eine Genehmigung soll nur nach Einzelfallprüfung möglich sein. Auf den Bahnsteigen sei diese Gefahr sogar so groß, dass eine Zustimmung zum WLAN „grundsätzlich nicht erteilt werden kann“. Es sei nicht abschätzbar, wie viele Leute – die gar nicht U-Bahn fahren wollen – nur wegen des WLAN den Bahnsteig bevölkerten und so Fluchtwege blockierten. Dabei herrsche dort bereits „Platzmangel“. Das Referat verwies darauf, dass auf allen Ebenen ein Mobilfunksignal verfügbar sei, dass „bei kurzen Verweildauern“ ausreiche.

Grünen-Fraktionschef Florian Roth übt scharfe Kritik

Die Unterstellung, es könne wegen des WLAN zu „Personenansammlungen“ kommen, sei „an den Haaren herbeigezogen“, sagt Roth. Wie wäre es dann zu rechtfertigen, dass in U-Bahnhöfen Verkaufsstände etwa für Backwaren betrieben werden, fragt er. Bei der Digitalisierung werde „in der Praxis behindert und blockiert“. Die Fraktion fordert, dass das Thema im Ausschuss behandelt wird.

Das Referat teilte auch mit, dass 30 weitere Busse und rund 60 Tramhaltestellen mit WLAN ausgestattet werden. 

Wie denken Sie darüber, dass die Münchner U-Bahn nicht mit kostenfreiem WLAN ausgestattet wird? Schreiben Sie es in die Kommentare. 

Übrigens: Wenn Sie eine S-Bahn mit einem bestimmten Aufkleber entdecken, können Sie etwas Neues testen: Gratis-WLAN in der S-Bahn

Aus unserem Archiv: „Dieser Nahverkehr ist der 1,5-Millionen-Stadt München unwürdig“ - ein Gastbeitrag der Aktion Münchner Fahrgäste.

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