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Neuer Plan der Rathaus-SPD

Für viele Münchner Kindl ist die Kita künftig gratis - unter einer Bedingung

Kitas sind zukünftig für viele Familien in München kostenlos.

Viele Münchner Eltern atmen auf: Kinderbetreuung wird künftig für 45 Prozent der Eltern kostenfrei sein. OB Reiter stellte den neuen Plan vor.

München - Die Kinder auf dem Foto jubeln, weil sie Spaß beim Basteln haben. Gleichzeitig freuen sich jetzt auch die Münchner Mamas und Papas – weil sie ab dem Kita-Jahr 2019/2020 kräftig sparen! Bisher war der Kita-Besuch in München für gut 20 Prozent der Kinder kostenfrei, künftig steigt diese Quote auf rund 45 Prozent. Die Stadt gibt etwa 45,5 Millionen Euro zusätzlich aus, damit mehr Familien kostenfreie Kinderbetreuung bekommen. 

OB Dieter Reiter (60) hat zusammen mit Bürgermeisterin Christine Strobl (57) und Bildungsreferentin Beatrix Zurek (58, alle SPD) am Donnerstag den neuen Gebührenplan vorgestellt. Er soll ab 1. September 2019 gelten. Am kommenden Mittwoch wird der Stadtrat das Paket wohl beschließen. Reiter: „Es ist ein großer familienpolitischer Aufschlag.“

Wichtigster Punkt: Eltern sind gebührenbefreit, wenn das Haushaltseinkommen maximal 50 000 Euro brutto pro Jahr beträgt. Bisher lag diese Grenze bei 15 000 Euro, im April hatten der OB und die Verwaltung noch eine Obergrenze von 40 000 Euro im Auge. Zwischen 50 000 und 80 000 Euro Gehalt gibt es ebenfalls günstigere Tarife. Erst ab 80 000 Euro Jahreseinkommen müssen Eltern die volle Gebühr zahlen. Bisher war das schon ab 60 000 Euro der Fall.

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Außerdem Beitragsreduzierungen für 30.000 Kinder

Das bedeutet: Fast 24 000 von 54 000 Münchner Kindern im Alter von null bis zehn Jahren, die eine der 864 geförderten städtischen oder freien Einrichtungen besuchen, sind bald von den Gebühren befreit. Zudem sollen gut 30 000 Kinder eine Beitragsreduzierung bekommen. Bisher unterstützt die Stadt die Kindertageseinrichtungen mit 160 Millionen Euro pro Jahr. Aufgrund der Mindereinnahmen erhöht sich dieser Zuschuss auf 205 Millionen Euro. Der OB betont, dass es bei der Qualität der Betreuung keine Abstriche geben soll. Ursprünglich, so Reiter, habe er sogar mit kompletter Beitragsfreiheit für alle Kita-Plätze geliebäugelt. Doch das hätte die Stadt nach Berechnungen des Bildungsreferats jährlich 469 Millionen Euro gekostet. Neu ist auch, dass die Gebühren für Krippen- und für Kindergartenplätze vereinheitlicht werden. Hortgebühren für Schulkinder werden ebenfalls günstiger.

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Der Plan der Stadt wird den Geldbeutel vieler Eltern spürbar entlasten. Die Stadt liefert dazu Beispiele: Ein(e) Alleinerziehende(r) oder eine Familie hat ein Jahreseinkommen von 35 000 bis 40 000 Euro. Ein Kind besucht bis zu neun Stunden die Kita, das zweite Kind eine Krippe. Bisher wurden für so eine Familie 303 Euro pro Monat fällig, nun ist die Betreuung umsonst. Beispiel 2: Bei einem Einkommen bis 60 000 Euro kostet ein Krippenplatz bis neun Stunden derzeit 354 Euro, künftig nur noch 68 Euro. Ersparnis also 286 Euro im Monat.

Klaus Vick

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