Magdalena Neuner: Bewährung für Stalker

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Magdalena Neuner wurde von dem Stalker nachts am Fenster überrascht.

München - Er hatte Magdalena Neuner einen Schock fürs Leben versetzt, als er nachts an ihre Fensterscheibe klopfte. Die Verfolgung des Biathlon-Stars war nicht die einzige Straftat des Stalkers - das Urteil.

Am Dienstag entschuldigte sich Freiherr von G. (44) aus Mittenwald vor dem Landgericht München II dafür, dass er auf den Balkon der Biathlon-Weltmeisterin in Wallgau geklettert war und ihr an die Scheibe klopfte. Der Angeklagte, der früher einmal als Wirtschaftsinformatiker eine leitende Stellung innehatte, wirkte nervös und fahrig. Er ist auf starke Medikamente angewiesen, die seine psychische Krankheit im Schach halten. Laut Gutachten litt Freiherr von G. unter anderem an einem Parkinson-Syndrom sowie unter einer Hypersexualität.

Warum er sich ausgerechnet in Magdalena Neuner unsterblich verliebte und warum er sie so vehement verfolgte, beantwortete der Angeklagte vor Gericht nicht. Dem Stalker wurden eine Reihe weiterer Straftaten zur Last gelegt. 

Magdalena Neuner - total umgarnt

Magdalena Neuner - total umgarnt

Das Gericht ordnete eine Einweisung in eine psychiatrische Klinik an - auf Bewährung. Der Freiherr muss sich regelmäßig bei seinen Ärzten melden. Außerdem darf er sich seinem Opfer nicht mehr nähern. Sein Anwalt Michael Röhrig: „Die einzig richtige Entscheidung.“

E. Unfried

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