Schneetreiben und Zickenkrieg

Stargast: Neubauer tanzt mit den Marktweibern

München - Ein Zickenkrieg war befürchtet worden, bevor Schauspielerin Christine Neubauer beim Tanz der Marktweiber am Faschingsdienstag auf die Bühne trat. Probleme machte dann vor allem das Wetter.

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Blühende Seerosen, schimmernde Honigbienen, eine Schar Marienkäfer und zitronengelbe Schmetterlinge – nein, der Lenz ist (noch) nicht angebrochen, aber die frühlingshaften Kostüme vieler Münchner Faschingsbesucher verbreiten am Faschingsdienstag auf dem Viktualienmarkt einen wärmenden Hauch von Frühjahr. Der ist auch bitter nötig, denn die stetig rieselnden Schneeflocken und Temperaturen um die vier Grad minus lassen doch manchen Narren, der zum Tanz der Marktfrauen gekommen ist, ordentlich bibbern. So sind es auch nur rund 4500 Besucher, die dem Wetter trotzen, um heuer die Standlbetreiberinnen tanzen zu sehen. „Jetzt feiern wir bis zum Abwinken“, motiviert Händlersprecherin Elke Fett die Menge.

Gesagt, getan. Während die Marktfrauen in ihren aufwändig geschneiderten Kostümen – verziert je nach Marktstand mit Bananen, Blumen oder einem Sektglas – zu Liedern wie „Gangnam Style“ die Hüften kreisen lassen, fallen sich auch Marienkäfer und Wikinger in der Menge tanzend in die Arme. „Unser Marktfrauentanz ist schon etwas ganz besonderes“, finden Julia Brenner, Elisabeth Donauer und Carina Ditz, die in ihrem Hutmacher-Kostüm zuvor in Bonn gefeiert haben. Seitlich der Bühne steht – oder besser tanzt – währenddessen eine Gruppe Seerosen. Die zwölf verkleideten Frauen lassen sich den Tanz auf dem Viktualienmarkt nie entgehen. „Wir sind seit 20 Jahren dabei“, sagen sie.

Doch selbst für eingefleischte Fans des Münchner Fasching-Höhepunkts gibt es heuer eine Überraschung: Obwohl im Vorfeld Gerüchte über Zickereien kursierten, steht Schauspielerin Christine Neubauer bisweilen gemeinsam mit den Marktfrauen auf der Bühne. Ihr Auftritt ist Teil eines Drehs für die Polizei-Serie „München 7“. Regisseur Franz Xaver Bogner hatte sich bereits am frühen Morgen mit seinem Team auf dem Viktualienmarkt eingefunden, um vor realer Faschingskulisse einige Szenen zu drehen. „Täuschungen“ heißt die Episode der dritten Staffel, die ab dem 4. September zu sehen sein wird. Passend zur Faschingszeit wird es in der Folge um falsche Polizisten gehen.

Stargast: Neubauer beim Marktweiber-Tanz

Stargast: Neubauer beim Marktweiber-Tanz

Einige Stände hinter der Bühne steht Schauspielerin Monika Gruber mit einer hellblauen Wolldecke um die Hüften vor dem Marktstand ihrer Serienfigur Moni und wartet auf ihren Einsatz. „Ich bin schon um vier Uhr aufgestanden“, erzählt sie, „Noch ist die Kälte auszuhalten, aber heute Nachmittag müssen wir uns bestimmt auch mal von innen aufwärmen.“ Jetzt wird die Kamera auf sie gerichtet. Von der Seite ertönt: „Achtung ... und los!“ Ein kleiner Bub in Polizeiuniform kommt herangelaufen. Er hat die unechten Polizisten der Folge an ihren falschen Pistolen erkannt und bittet Moni um Hilfe. Schnitt.

„Wir kommen gut voran, auch wenn wir mit dem Schnee nicht gerechnet haben“, sagt Bogner. Vier Szenen seien bereits gedreht, weitere Einstellungen würden am Marienplatz und den Fischständen aufgenommen.

Während das Team sich auf die nächste Einstellung vorbereitet, freut sich am Rande der Szenerie die Münchnerin Jeanette Hingerl über ein Foto, das sie mit Schauspieler Andreas Giebel (alias Polizeihauptmeister Xaver Bartl) ergattert hat. „Herrlich! Ich bin Fan von ihm und schaue die Serie. Ich wusste ja gar nicht, dass heute hier gedreht wird.“

Neben den schauspielenden Polizisten finden sich in der Innenstadt auch rund 300 echte Beamte, um für Sicherheit zu sorgen. Grund zum Eingreifen haben sie allerdings nicht: Während des Tanzes bleibt alles friedlich.

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lby

Rubriklistenbild: © Marcus Schlaf

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